Dabei steht ausgehend von den Ergebnissen des Vorgängerprojekts insbesondere das operationelle Monitoring in Teams im Brennpunkt des Interesses. Die Simulationen weisen je nach Fragestellung unterschiedliche Abstraktionsgrade auf und haben ihre Einsatzreife bereits nachgewiesen. Bei AviaSim handelt es sich um eine verknüpfte Low-Fidelity Boden/Bord-Simulation, die speziell für die Bearbeitung durch Berufsinhaber geeignet ist. SSAS stellt eine eher abstrakte Simulation einer Verkehrsflusssteuerung dar, die beispielsweise bei Berufsbewerbern mit gutem Erfolg eingesetzt wurde und dementsprechend großes Potential als Grundlage einer psychometrischen Testentwicklung aufweist.
Oben: Ausschnitt des Radarbildschirms, der Standardansicht eines AnfluglotsenUnten: Informationsleiste mit Milage-Anzeige
Die Abteilung Lotsenassistenz des Instituts für Flugführung bindet für Aviator II ihren Arrival Manager 4D-CARMA an den Verkehrsgenerator AviaSim an und erweitert ihn um Komponente zur adaptiven Automatisierung (Adaptive Support).
In Aviator II Simulationsexperimenten benutzen Lotsen eine sogenannte Beanspruchungsampel, um dem System regelmäßig eine Einschätzung ihrer Beanspruchung mitzuteilen. Diese Daten werden ausgewertet, um die Benutzerschnittstelle so anzupassen, dass der Level an Unterstützung der derzeitigen Beanspruchung entspricht. Ein Element auf dem Bildschirm, das z.B. als adaptive Unterstützung bei höherer Beanspruchung eingeschaltet und bei abnehmender Beanspruchung wieder ausgeblendet wird, ist die sogenannte Milage-Anzeige, die die räumlichen Abstände der Flugzeuge zueinander auf dem Final und der Centerline immer aktuell berechnet in Nautischen Meilen anzeigt.
DLR-Institut für FlugführungDLR-Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin (Leitung)