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Simulationen in realistischer Arbeitsumgebung der Lotsen und Piloten
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Leitstandsimulator (ACCES - Airport and Control Center Simulator)



Simulationshalle des ACCES

ACCES ist ein wichtiges Forschungs- und Entwicklungswerkzeug zur Optimierung zahlreicher Flughafenmanagementaufgaben sowie zur Entwicklung neuer Flugsicherungsverfahren ("Virtueller Tower").

Mit seinen vielseitigen Möglichkeiten ist dieser Leitstandsimulator eingebettet in die Simulationsinfrastruktur des Instituts für Flugführung. In seiner Basiskonfiguration verfügt der ACCES-Leitstand über acht Arbeitsplätze für Operateure in der Leitstandshalle sowie über zwei Arbeitsplätze zur Simulationssteuerung für so genannte Supervisoren. Sichtbares Kernelement von ACCES ist eine hochauflösende Bildwand - das zentrale Informations- und Arbeitsmedium der Leitstandsoperateure. Die Größe der Projektionsfläche beträgt 5,50m mal 2,20m.

ACCES ist dafür ausgelegt, drei wesentliche Arbeitsgebiete des Instituts zu unterstützen.

Flughafenmanagement

Das Management von Flughafenprozessen verlangt die Koordination unterschiedlichster Planungs- und Abwicklungsaktivitäten zwischen dem Flughafenbetreiber, den Fluggesellschaften, der Flugsicherung sowie den diversen Abfertigungsunternehmen. ACCES liefert hierfür - gegebenenfalls in Zusammenarbeit mit weiteren DLR-Simulationseinrichtungen - eine entscheidende Entwicklungs- und Validierungsumgebung. Mit deren Hilfe kann nicht nur das Zusammenwirken der verschiedenen Informations- und Managementebenen untersucht werden, sondern vor allem die Koordination der beteiligten Menschen.

Ein Arbeitsplatz auf dem Leitstandsimulator

Virtueller Tower

Darüber hinaus bietet ACCES die geeignete Simulations- und Testumgebung zur Einführung neuartiger Virtual-Tower-Technologien. Diese Arbeiten zielen unter anderem darauf ab, dem hochbelasteten Towerlotsen wichtige Wetter-, Planungs- und Verkehrsdaten in die Außensicht zu projizieren, ähnlich wie sie Piloten moderner Flugzeuge bereits ebenfalls über ihr Head-up-Display (HUD) eingespiegelt bekommen. Der Vorteil für den Lotsen liegt auf der Hand: Orts- und witterungsunabhängig kann er den Flughafenverkehr auch bei hoher Verkehrskapazität sicher und effizient führen, ohne dabei immer wieder auf seine vor ihm liegenden Planungsunterlagen blicken zu müssen.
Langfristiges Ziel ist der Ersatz des konventionellen Towers durch ein sensorbasiertes Kontrollzentrum ohne Turm und ohne die Notwendigkeit der direkten Sicht auf die Verkehrsflächen des Flughafens.

Führung unbemannter Flugzeuge

Ein dritter Nutzungsaspekt beinhaltet die optimale und sichere Führung von unbemannten, ferngelenkten Luftfahrzeugen (UVAs) im zivilen Luftverkehr, beispielsweise für Missionen im Rahmen des Umweltschutzes. Hier bietet ACCES eine ideale Arbeitsumgebung zur Bündelung der unterschiedlichen Führungs- und Missionsmanagementaufgaben. Die enge Vernetzung der verschiedenen Simulationseinrichtungen des Instituts für Flugführung gewährleistet dabei ein unmittelbares Zusammenwirken von UAV-Piloten, Missionsmanagement und Flugsicherung. So könnten zum Beispiel mit Hilfe des Forschungsflugzeugs ATTAS auch komplexe UAV-Missionen vom ACCES-Leitstand realitätsnah simuliert und getestet werden.


Fachgebiete
Anflug-, Abflug- und Bodenmanagement
Luftraum- und Streckenmanagement
Flughafenprozesse
Validierung
Bord-Boden-Integration
Sicherheit
Umwelt und Gesellschaft
Ergonomie und Training
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