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Bahnsysteme
Die Forderung ist aktuell und unmissverständlich: Die Wettbewerbsfähigkeit des Verkehrsträgers Schiene muss erhöht werden. Ein wichtiger Schlüssel hierfür ist eine wirtschaftliche und leistungsfähige Leit- und Sicherungstechnik.
Wir entwickeln im Kontext der Bahnautomatisierung innovative Technologien, Methoden und Konzepte für das System Bahn. Seine betriebliche, technische und wirtschaftliche Optimierung ist das Ziel.
Unser Motto: Schienenverkehr sicher, effizient und wettbewerbsfähig gestalten, die europäische Harmonisierung vorantreiben.
Die Themen unserer Forschung und Entwicklung sind: European Train Control System (ETCS), Life Cycle Management, Sicherheit und Zulassung, Rail Human Factors sowie Bahnbetrieb.
Hinzu kommen Großforschungsanlagen und Simulations-Labore mit Alleinstellung. Sie unterstützen die Arbeiten und ermöglichen eine experimentelle Validierung der Forschungsergebnisse: Railway Simulation and Testing (RailSiTe), Railway Simulation Environment for Train drivers and operators (RailSET), Railway Driving and Validation Environment (RailDriVE).
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European Train Control System (ETCS)
ETCS wird in vielen Ländern bei neuen und bestehenden Strecken eingesetzt, um die verschiedenen nationalen Zugbeeinflussungssysteme zu ersetzen. Damit wird endlich ein länderübergreifendes einheitliches System etabliert. Das Institut für Verkehrssystemtechnik unterstützt die Realisierung von ETCS bei der Validierung von Komponenten und Streckenprojektierungen.
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Life Cycle Management
Die Akteure des Schienenverkehrs erleben einen zunehmenden Wettbewerb zwischen den Verkehrsträgern. Um sich in diesem unternehmerischen Umfeld langfristig behaupten zu können, verlangt es nach betriebswirtschaftlich nachhaltigen Entscheidungen. Vor diesem Hintergrund bearbeitet die Forschungsgruppe Life Cycle Management (LCM) drei Schwerpunkte im Lebenszyklus der Eisenbahninfrastruktur.
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Sicherheit und Zulassung
Alles sicher auf der Schiene – das ist die entscheidende Herausforderung in allen Bereichen des Gesamtsystems Bahn. Der komplexe Zulassungsprozess für Systeme der Leit- und Sicherungstechnik und der Schienenfahrzeugtechnik bedarf stetiger Optimierung. Dies dient dem Erhalt und der Verbesserung des hohen Sicherheitsniveaus des Bahnsystems und hat auch die Reduzierung der Kosten für den Zulassungsprozess selbst zum Ziel.
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Rail Human Factors
Das Eisenbahnsystem ist traditionell durch technische Weiter- und Neuentwicklungen geprägt. Dabei wurde lange Zeit dem Faktor Mensch wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Durch fortlaufende Automatisierung wurde versucht, den Einfluss menschlicher Handlungen immer weiter zu reduzieren – doch nicht alle Aufgaben können durch technische Systeme ersetzt oder abgesichert werden. Hier setzt die interdisziplinäre Forschung des Instituts für Verkehrssystemtechnik an und zielt darauf ab, die technischen Systeme im Eisenbahnverkehr an die menschlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten anzupassen.
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Bahnbetrieb
Anlagen zur Steuerung des Eisenbahnbetriebs sind häufig mit einem großen Ausrüstungsaufwand oder mit hohen Personalkosten auf der Streckenseite verbunden. Während für Hochgeschwindigkeits- und Fernverkehrsstrecken innovative Systeme einen kosteneffizienten und sicheren Betrieb gewährleisten, ist insbesondere für regionale Infrastrukturen die Entwicklung weiterer geeigneter Lösungen voranzubringen. Die Forschungen zum Bahnbetrieb unterstützen diesen Prozess.
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RailSiTe®: Railway Simulation and Testing
Das RailSiTe ist das eisenbahntechnische Simulationslabor des DLR. Es ermöglicht detailgetreue technische und betriebliche Simulationen sowie Tests von Eisenbahnleit- und Sicherungssystemen. Das Labor ist dabei in der Lage, die komplette Kette des Systems Schiene funktional im Detail abzubilden. Und zwar gilt dies von der streckenseitigen Leit- und Sicherungstechnik, dem Stellwerk, über Streckeninfrastruktur und Luftschnittstelle zwischen Strecke und Zug bis hin zur Fahrzeugseite.
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RailSET: Railway Simulation Environment for Train drivers and operators
Die Interaktion zwischen dem Menschen als Lokführer, Fahrdienstleiter oder Disponent und dem technischen System findet sowohl im Zug als auch in den Leitstellen statt. Die Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit, mit der die Mitarbeiter ihre Tätigkeiten verrichten, beeinflussen auf der einen Seite die Sicherheit und die Leistungsfähigkeit des Eisenbahnsystems, unterliegen aber gleichzeitig selbst bestimmten Einflussfaktoren. Am Lokführer- und Fahrdienstleiterarbeitsplatz des Labors RailSET können dese Einflussfaktoren beliebig variiert werden und ihre Auswirkungen auf den Menschen untersucht werden.
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RailDriVE®: Railway Driving and Validation Environment
Zum Test und zur Entwicklung von Systemen für eine kontinuierliche, schienenfahrzeugseitige Ortung hat das DLR das Versuchs- und Messfahrzeug RailDriVE aufgebaut. Dieses Zweiwegefahrzeug ermöglicht als LKW die Vorbereitung von Versuchen, bevor es als Schienenfahrzeug direkt auf der gewünschten Teststrecke eingesetzt wird.
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