Das Labor.
Die Interaktion zwischen dem Menschen als Lokführer, Fahrdienstleiter oder Disponent und dem technischen System findet sowohl im Zug als auch in den Leitstellen statt. Die Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit, mit der die Mitarbeiter ihre Tätigkeiten verrichten, beeinflussen auf der einen Seite die Sicherheit und die Leistungsfähigkeit des Eisenbahnsystems, unterliegen aber gleichzeitig selbst bestimmten Einflussfaktoren.
Am Lokführer- und Fahrdienstleiterarbeitsplatz des Labors RailSET können dese Einflussfaktoren beliebig variiert werden und ihre Auswirkungen auf den Menschen untersucht werden. Für den Führerstand einer Lokomotive wurde ein Pult aus einem Triebzug in eine Kabine integriert. Die Versuchsperson sieht vom Fahrersitz die vorausliegende simulierte Fahrstrecke sowie die durch Seitenfenster vorbeiziehenden Landschaften. Die visualisierten Fahrwegelemente – Signale und Bahnübergänge – entlang der Strecke werden durch die Simulation entsprechend der zugrunde gelegten Leit- und Sicherungstechnik störungsfrei und störungsbehaftet simuliert. Dies ermöglicht Experimente ohne Auswirkungen oder gar Gefahren für den realen Eisenbahnverkehr.
Zudem lassen sich neue Assistenzsysteme und Gestaltungsvarianten für interaktive Systeme am Arbeitsplatz des Lokführers sowie die Auswirkungen verschiedener Sicherheitsvorkehrungen evaluieren.