04.07.2011 - Jetzt beginnt der Countdown für die künftige Galileo-Nutzung



Oberpfaffenhofen - Vor kurzem besuchte der Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung Dr. Peter Ramsauer das Galileo Kontrollzentrum des DLR in Oberpfaffenhofen. Dort informierte er sich vor allem über das europäische Satellitennavigationssystem Galileo.

 Besuch des Bundesministers für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung Dr. Peter Ramsauer
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DLR Vorstandsvorsitzender Prof. Dr. Johann-Dietrich Wörner erläuterte: "Die Chancen von Galileo liegen in den vielfältigen Möglichkeiten der Nutzung der Navigationssignale. Es ist jetzt an der Zeit aus der Vielfalt dieser Möglichkeiten konkrete Anwendungsbeispiele zu generieren. Mit dem Start der ersten operationellen Satelliten am 20. Oktober 2011 läuft der Countdown für deren Nutzung." Das Kerngebiet der Nutzung liegt im Bereich Verkehr. Im Rahmen dieser Anwendungsmöglichkeit stellte das DLR-Institut für Kommunikation und Navigation dem Bundesminister das Projekt RCAS (Railway Collision Avoidance System) vor. Unter Verwendung von Galileo werden Informationen über Position, Geschwindigkeit und andere wichtige Werte in einer direkten Zug-Zug-Kommunikation ausgetauscht. Diese Informationen können von anderen Bahnfahrzeugen auf die Gefahr von Kollisionen hin ausgewertet werden.

Auch das AZO präsentierte konkrete Nutzungsbeispiele

Im Anschluss präsentierte das Anwendungszentrum Oberpfaffenhofen (AZO) ebenfalls ein konkretes Anwendungsbeispiel. Die AZO, finanziert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie und durch das Bayerische Wirtschaftsministerium, betreibt das ESA Business Incubation Center am Standort Oberpfaffenhofen. In Zusammenarbeit mit seinen Partnern werden Unternehmensgründungen bei der kommerziellen Nutzung der Satellitennavigation, Satellitenkommunikation und Erdbeobachtung unterstützt.

Galileo wird künftig vom Kontrollzentrum in Oberpfaffenhofen und seinem italienischen Partnerzentrum Fucino nahe Rom gesteuert. "Die Basis für erfolgreiche Anwendungen ist die zuverlässige Steuerung der Satelliten," betonte Walter Päffgen, Leiter des Galileo Kontrollzentrums. "Das Kontrollzentrum ist mit modernster Infrastruktur ausgestattet. Damit genügt es den hohen Anforderungen an die Galileo-Infrastruktur und gewährleistet einen störungsfreien Betrieb für die nächsten 20 Jahre", so Päffgen.

 Das Galileo- Kontrollzentrum ist ab sofort in Betrieb
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 Galileo-Logo
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Über Galileo

Galileo ist ein gemeinsames Vorhaben der Europäischen Union (EU) und der Europäischen Weltraumbehörde ESA. Finanziert wird das Programm aus Mitteln der EU.


Hinweis: Die Inhalte dieses Dokuments sind nicht Äußerung der EU und/oder der ESA.


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