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Profil und Expertisen des Instituts HR
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Beschreibung des Instituts



Shuttle Radar Topography Mission (SRTM) zur topographischen Kartierung der Erdoberfläche (DLR/NASA)

Institutsprofil

Das Institut für Hochfrequenztechnik und Radarsysteme (HR-Institut) bearbeitet sensornahe Aufgaben der Fernerkundung und Aufklärung mit aktiven und passiven Mikrowellenverfahren. Das Institut sieht seine Stärke in der Bearbeitung von langfristig angelegten, anwendungs-orientierten Forschungsthemen in Luft- und Raumfahrt sowie im Verkehr (in Entstehung). Es bildet ein Cluster für Hochfrequenz- und Nachrichtentechnik mit dem Institut für Kommunikation und Navigation und hat 1999 zusammen mit dem Cluster Angewandte Fernerkundung die DLR-Auszeichnung als Center of Excellence auf dem SAR-Gebiet erhalten.

Radarbild in L-Band, aufgenommen mit dem flugzeuggetragenen E-SAR System des Instituts. Auflösung: 1 m x 2 m, Größe: 15 km x 9 km, Gebiet: Ehingen bei Ulm.

Hauptaufgabengebiet Mikrowellenfernerkundung

Auf seinem Hauptaufgabengebiet Mikrowellenfernerkundung besitzt das Institut eine international anerkannte Spitzenposition. Dies ist darauf zurückzuführen, dass von Anfang an eine Gesamtsystemfähigkeit, d.h. eine Beherrschung der einzelnen Stufen von der Datenaufnahme bis zur Dateninterpretation realisiert wurde. Die Aktivitäten des Instituts sind auf das DLR-Kerngebiet "hochauflösendes Radar" fokussiert, wobei hier die Aktivitäten auf dem SAR-Gebiet den Schwerpunkt bilden.

C-Band polarimetrisches Wolkenradar des DLR

Versuchsanlagen

Das Institut betreibt diverse Versuchsanlagen. Neben dem flugzeuggetragenen SAR-System (E-SAR), dem bodengebundenem SA-System MobiSAR und flugzeuggetragenen Mikrowellenradiometern gehören zu den wichtigsten Anlagen eine Signaturmeßanlage, Reflektions- und Streufeldmeßplatz zur Stoffkonstantenbestimmung, das Wolkenradar (zusammen mit dem Institut für Physik der Atmosphäre) und ein über 270 km ausgeweitetes Kalibriergebiet in Bayern mit diversen passiven und aktiven Kalibriergeräten.

ENVISAT-Satellit. Das HR-Institut führt u.a. die Kalibrierung im ScanSAR-Modus des ASAR-Instruments durch.

Planung und Durchführung von Missionen

Mit seiner Expertise und seinen Ressourcen wirkt das Institut mit bei der Planung und Durchführung von nationalen und internationalen Projekten und Programmen wie beispielsweise ERS-1, SIR-C/X-SAR, SRTM, ENVISAT/ASAR, SAR-Lupe und TerraSAR. Als aktuelles Beispiel gelten die Aktivitäten des Instituts für die externe Kalibrierung, Validierung und Qualitätskontrolle der Radardaten des ASAR-Instruments auf der ENVISAT-Plattform. Auch die Optimierung der Antennenbelegung des ASAR-Instruments mit seinen 320 T/R-Modulen wird durch ein im Institut entwickeltes Verfahren zur Antennensynthese und -analyse durchgeführt.

Kooperation mit NASA/JPL und Italien wurden zwei Shuttle Radar Missionen (SIR-C/X-SAR) in 1994 und eine Mission (SRTM)
in 2000 erfolgreich durchgeführt

Kooperationen

Das HR-Institut arbeitet im Rahmen von Projekten für satellitengestützten SAR-Missionen eng zusammen mit den Instituten Methodik der Fernerkundung, Deutsches Fernerkundungsdatenzentrum und GSOC sowie mit der Flugbereitschaft bei den Meßkampagnen mit dem E-SAR-System für diverse Kunden in Deutschland und Europa. Die Arbeiten des Instituts sind Teil eines Netzwerkes führender Einrichtungen: NASA/JPL (SIR-C/X-SAR, SRTM, ECHO Proposal), ESA (SARCON Software, CalVal-Aktivitäten, POLSAR-Studie), CNES (Cartwheel-Studie, VOICE proposal für ESA Call for Proposals for Earth Explorer Missionen), ONERA (Bi-statisches Flugzeug-SAR-Experiment, Modellierung der Radarrückstreuung), CESBIO und QinetiQ (Internationale Arbeitsgruppe der Polarimetrie und Interferometrie) und EU (TMR- und RTN-Netzwerke, Carpe Diem).


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