SAR-Analysen



Die Fachgruppe SAR-Analysen entwickelt analytische und numerische Verfahren für den Entwurf und die Analyse von raumgestützten SAR-Systemen für Aufklärungsmissionen. Die Anforderungen an diese Systeme drängen stetig zu immer besserer Bildqualität. Darunter ist im Bereich der Aufklärung in der Regel eine feinere geometrische Auflösung und eine höhere Empfindlichkeit zu verstehen. Zusätzlich zur Systemanalyse und -optimierung beinhaltet das Profil der Fachgruppe auch die Beratung von SAR-Nutzergruppen, die häufig aus dem militärischen Bereich kommen.

Interessensgebiete

Unsere Analysen beziehen sich auf die Vorhersage von Bildqualitäten und ihre Nachweisbarkeit in realen Systemen. Wir betrachten SAR-Effekte bei höchsten Auflösungen, schätzen Systemstabilitäten ab und prognostizieren den Einfluss von Fehlern und Ungenauigkeiten auf die Bildqualität, siehe auch Abbildung 1. Ein weiteres Interesse liegt in Methoden zur Datenreduktion und ausgedünnten Aperturen.

Abbildung 1: Interessensgebiete der Fachgruppe SAR-Analysen

Simulationswerkzeuge

Unsere Methoden für Entwurf und Analyse werden in zwei Simulationswerkzeugen gebündelt:

Die Performance Toolbox (PTB) ist eine Algorithmenbibliothek mit der Bildqualitätsparameter aus Systemgrößen berechnet werden können. Ihr modularer Aufbau erlaubt eine Vielzahl von Berechnungen, um unterschiedlichste Fragen z.B. aus Nutzerkreisen beantworten zu können. Die Toolbox basiert auf einem selbstentwickelten Datentyp, der eine komfortable Datenhaltung erlaubt und die notwendigen Kontrollmechanismen für eine modulare Verwendung liefert. Eine Spezialität unserer Toolbox ist die Fähigkeit, Variablen eine Genauigkeit und Wahrscheinlichkeiten zuzuweisen und weiterzuberechnen, wie sie in echten gemessenen Daten immer vorkommen.

Das Time Domain Analysis Tool (TimeDAT) vereint einen SAR-Rohdaten-Generator und einen SAR-Prozessor im Zeitbereich. Es liefert SAR-Bilder aus einem simulierten Sensorflug mit Datenaufnahme über einer Szene. Die Berechnungen im Zeitbereich liefern die genauesten Prozessierungsergebnisse und gestatten die notwendige Flexibilität, um beliebige SAR-Systeme simulieren zu können. Eine willkürliche Fluggeometrie kann simuliert werden, mit der z.B. der Einfluss von Positionsfehlern auf die Bildqualität bestimmt werden kann.

 


Kontakt
Dr.-Ing. Björn A. Dietrich
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Institut für Hochfrequenztechnik und Radarsysteme
, Aufklärung und Sicherheit
Tel: +49 8153 28-3073

Fax: +49 8153 28-1135

E-Mail: bjoern.dietrich@dlr.de
URL dieses Artikels
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