Polarimetrische SAR-Interferometrie (Pol-InSAR) gilt heute als eine etablierte Fernerkundungsmethode, die eine Untersuchung der 3D-Struktur natürlicher Volumenstreuer erlaubt.
Wie funktioniert Pol-InSAR?
Zu beobachtende interferometrische Objekte sind hochsensitiv gegen räumliche Variation vertikaler Strukturparameter und erlauben eine exakte 3D-Lokalisation des Streuzentrums. Andererseits ist die Rückstreupolarisation sensitiv gegenüber der Form, Orientierung und dielektrischen Eigenschaften von Rückstreuern und erlaubt die Identifikation und/oder Trennung von Rückstreumechanismen natürlicher Medien.
Pol-InSAR kombiniert beide Techniken kohärent miteinander, um eine Sensitivität zur vertikalen Verteilung der Streumechanismen herzustellen. Damit wird es möglich, die 3D-Struktur von Volumenstreuern zu untersuchen und Informationen über die zugrundeliegenden Streuprozesse zu extrahieren - und dies mit einem polarimetrischen Radarsensor in nur einer Trägerfrequenz.
Mit dem E-SAR-Sensor betreibt das DLR den Sensor, der zum ersten Mal flugzeuggetragene polarimetrische Repeatpass-Interferometrie in L- und P-Band demonstrierte und initiierte damit die Entwicklung der Pol-InSAR-Technologie in Europa und weltweit.
Bedeutende Anwendungen:
In Zukunft sehen sich Pol-InSAR-Techniken konfrontiert mit den Möglichkeiten und Herausforderungen aus einem Überangebot an Daten von Multi-Baseline, Multi-Frequency-, Bi- und Multistatik-Sensorkonfigurationen, die die Entwicklung der quantitativen Messung und die Erzeugung von Informationsprodukten vorantreiben werden.
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