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Systemanalyse Raumtransport



SpaceLiner
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LFBB
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ELV-Konzepte
 
 
 in-air-capturing
 
 
 Hyperschallflugzeuge
Die Abteilung Systemanalyse Raumtransport (SART) des Instituts für Raumfahrtsysteme beschäftigt sich mit der Konzeption und Analyse von Raumfahrt Trägersystemen. Neben der Betrachtung des Fahrzeugs bildet die Auslegung und Nachrechnung von Antriebssystemen einen Schwerpunkt. Durch die Möglichkeit dieser integrierten Betrachtung von Fahrzeug und Antrieb innerhalb einer Abteilung nimmt SART vermutlich eine einzigartige Stellung in Deutschland ein.

Die Spanne der Aktivitäten reicht von eigenständigen Vorentwürfen bis hin zur kritischen Analyse und Bewertung von fremden Konzepten. Ein wesentliches Ziel ist dabei die Identifizierung von geeigneten Technologien zur Kostenreduktion des Zugangs zum Weltraum. Sämtliche Arbeiten werden unter Zuhilfenahme von modernen, computergestützten wissenschaftlichen Methoden durchgeführt. Dies umfasst auch den Ansatz des "gleichzeitigen" Ingenieurentwurfs ("Concurrent Engineering") in der entsprechenden neuen Einrichtung CEF des DLR in Bremen.

Im Zentrum aller Aktivitäten stehen zukünftige raketengetriebene Träger, teilweise auch in wiederverwendbarer Ausführung. SART hatte im deutschen Forschungsprogramm ASTRA, das 2005 abgeschlossen wurde, die Systemführung für den Vorentwurf einer wiederverwendbaren Boosterstufe (LFBB) für Ariane 5. Neue Träger- und Oberstufenkonzepte werden in enger Kooperation mit der Industrie (EADS Astrium und MT-Aerospace) erarbeitet sowie mit DLR Instituten in Köln, Braunschweig, Stuttgart und Lampoldshausen.

Neben der Arbeit an kontinuierlichen Verbesserungen der Simulationsverfahren begleitet SART auf systemtechnischer Ebene die Entwicklung von neuen Technologien wie z.B. die keramische Brennkammer. Auch beteiligt sich SART aktiv an der systemtechnischen Untersuchung relevanter Technologien für eine wiederzündfähige kryogene Oberstufe im Rahmen des Verbundprojektes Oberstufe am Institut für Raumfahrtsysteme Bremen in Kooperation mit Einrichtungen der Universität Bremen (ZARM) und der Industrie (EADS Astrium und MT-Aerospace).

Bei SART werden gezielt neuartige und innovative Ideen entwickelt, die bewusst den Rahmen des konventionellen Denkens verlassen. Dafür steht exemplarisch das visionäre Konzept des ultraschnellen Passagiertransporters SpaceLiner, das in Zukunft auch größte interkontinentale Reichweiten in weniger als 2 Stunden überbrücken kann. Ein weiteres besonders bemerkenswertes Beispiel für innovative Ideen ist das patentierte Verfahren zum Ankoppeln und Zurückführen von wiederverwendbaren Boosterstufen durch ein Schleppflugzeug ( 'in-air-capturing').

Unterschiedliche Konzepte für Passagierflugzeuge im Überschall- und Hyperschall sowie deren Antriebe werden im Rahmen der EU-finanzierten Programme LAPCAT, ATLLAS und FAST20XX untersucht. Des Weiteren ist die fachliche Unterstützung bei der Festlegung der deutschen Raumfahrtprogrammatik ein Arbeitsschwerpunkt.

Analysen von SART erfolgen häufig in nationaler und internationaler Kooperation.

Die folgenden Projekte sind aktuelle oder abgeschlossene Beispiele für systemanalytische Untersuchungen, die bei SART durchgeführt werden:

  • Ultraschneller raketengetriebener Passagiertransporter SpaceLiner
  • Neue europäische Träger- und Oberstufenkonzepte der Studien WOTAN und VENUS
  • Liquid Fly-back Booster (LFBB) für Ariane 5
  • Innovatives Verfahren zur Rückführung von RLV: 'in-air-capturing'
  • Systemanalyse für Raketentriebwerke
  • Überschall- und Hyperschallprojekte mit luftatmenden Antrieben
  • Untersuchung einer solarthermischen Oberstufe


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