11.04. - 16.04.2013: Weltraumwetterstürme



Der ESA / NASA Satellit SOHO beobachtete am 11. April 2013 um 08:24 Uhr MESZ einen haloförmigen, koronalen Massenauswurf (CME – Coronal Mass Ejection). Der CME flog mit ca. 986 km/s in Richtung Erde und erreichte die Erdumgebung am 13. April 2013 23:24 Uhr MESZ. Das Bild 1 zeigt die am DLR Institut für Raumfahrtsysteme mit Hilfe der kosmischen Strahlung visualisierte interplanetare Plasmawolke am Tages-Himmel zu unterschiedlichen Zeiten über Sao Martinho (Brasilien), Hobart (Australien) und Nagoya (Japan).

 

Bild 1: Von links nach rechts - Bilder der interplanetaren Plasmawolke über Sao Martinho (Brasilien) 6 h 24 min vor der Ankunft an der Erde, über Hobart (Australien) 36 Minuten nach Ankunft in der Erdumgebung und über Nagoya, nachdem die Erde sich schon 28 h 36 min in der Plasmawolke befindet. Die Bilder entstanden aus Daten von fünf Teleskopen für Messung der Myonen der kosmischen Strahlung (GMDN – Global Muon Detektor Network).

Im Zusammenhang mit dem CME ist über der Sonnenflecken-Gruppen AR 11719 am 11. April 2013 ein solarer Röntgenausbruch der Stärke M6.5 gemessen (GOES Satellit) worden. Der GOES13 Satellit zeigte an, dass die Intensität der solaren Protonen Sonnensturm-Bedingungen erreichte (d.h. für die 10 MeV Teilchen). Die Intensität der solaren Protonen mit 10 MeV bis 100 MeV waren vom 11. bis zum 16. April 2013 zeitweise nahezu drei Größenordnungen über dem Normalwert waren. Auch aus den GMDN-Daten ist ersichtlich, dass sich die Erde in diesem Zeitraum in der Plasmawolke befand.

Grün Keine Sonnenstürme in Richtung Erde
Gelb Sonnenstürme zwischen Sonne und Erde
Rot Sonnensturm erreicht die Erde


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