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Der deutsche ESA-Astronaut Hans Schlegel



 ESA Astronaut Hans Schlegel
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Hans Schlegel wurde am 3. August 1951 in Überlingen/Friedrichshafen geboren, ist mit der Astronautin Heike Schlegel-Walpot verheiratet und hat sieben Kinder. Seine Hobbys sind Skifahren, Tauchen, Fliegen, Lesen und Heimwerken.

Ausbildung

Hans Schlegel ist Diplom-Physiker. 1970 erlangte er sein Abitur am Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Hansa-Gymnasium in Köln und schloss 1979 sein Diplom in Physik an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) in Aachen ab.

Berufserfahrung

Nach seiner Bundeswehr-Ausbildung zum Fallschirmjäger wurde er 1972 als Leutnant entlassen und 1980 zum Oberleutnant der Reserve ernannt. Zwischen 1979 bis 1986 war er wissenschaflicher Angestellter an der RWTH Aachen und forschte dort im Bereich experimenteller Festkörperphysik mit dem Schwerpunkt elektronische Transporteigenschaften und optische Eigenschaften von Halbleitern.

Von 1986 bis 1988 arbeitete Hans Schlegel als Verfahrensspezialist für zerstörungsfreie Werkstoffprüfung in der Forschungs- und Entwicklungsabteilung der Institut Dr. Friedrich Förster Gmbh, in Reutlingen.

1988 wechselte er zum Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und durchlief dort bis 1990 eine Ausbildung zum Wissenschaftsastronauten. Während dieser Ausbildung sammelte er bei mehr als 1300 Parabelflügen an Board einer Boing KC-135 theoretische und praktische Erfahrungen in der Schwerelosigkeit und führte zahlreiche Experimente durch. Weiterhin wurde er zum Forschungstaucher ausgebildet und erwarb eine Privatpilotenlizenz einschließlich der Instrumenten- und Kunstflugberechtigung.

1990 wurde Hans Schlegel zum Nutzlastspezialisten für die zweite deutsche Spacelab-Mission (D-2) ernannt und begann seine Ausbildung an wissenschaftlichen Experimenten im DLR-Standort Köln und im Johnson Space Center (JSC) in Houston, Texas. Schlegel war vom 26. April bis 6. Mai 1993 an Bord der Raumfähre Columbia (STS-55) zum ersten Mal im Weltraum. Die deutsche Spacelab-Mission wurde erfolgreich durchgeführt, bei der fast 90 Experimente auf den Gebieten Lebenswissenschaften, Materialwissenschaften, Physik, Robotik und Astronomie sowie Untersuchungen zur Erdatmosphäre durchgeführt wurden. 

Im August 1995 folgte das Training als Ersatzmann für die deutsch-russische Mission Mir’97 im Juri-Gagarin-Kosmonauten-Trainingszentrum bei Moskau. Während der Mission war Schlegel vom 10. Februar bis 2. März 1997 als Crew Interface Coordinator(CIC) für den Bord-Boden-Funkkontakt verantwortlich. Zwischen Juni 1997 bis Februar 1998 absolvierte er eine Zusatzausbildung zum zweiten Bordingenieur für die russische Raumstation Mir.

 Hans Schlegel während der Mission STS-122
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1998 wurde Hans Schlegel in das Astronautenkorps der ESA berufen und durchlief eine Ausbildung zum Missionsspezialisten im Johnson Space Center in Houston. Zur zweijährigen Ausbildung zählten das Training im Überschall-Trainingsflugzeug (T-38), Trainingseinheiten zu Shuttle Rendevous und Docking sowie Robotik und Außenbordeinsätze (Extra Vehicular Activity, EVA). Zusätzlich nahm er verschiedene Aufgaben bei der NASA wahr.

Ab 2000 arbeitete Schlegel weiterhin im Johnson Space Center in der ISS-Abteilung für Mechanismen und Strukturen (Mannschaftsausrüstung und ISS-Systeme). 2002 wurde Schlegel als CAPCOM (Capsule Communicator) eingesetzt und war somit für die Kommunikation mit der ISS-Bordmannschaft zuständig. Anschließend wurde er von der NASA zum leitenden ISS-CAPCOM für die ISS Expedition Nr. 10 berufen.

Seit Mai 2005 begann Schlegel als leitender ESA-Astronaut im Johnson Space Center. Im September 2005 als Shuttle CAPCOM, als Ausbilder für ISS-CAPCOMs und leitete ein Team von 12 Mitgliedern auf dem Gebiet ISS Systeme und Mensch-Maschine-Schnittstellen.

Im Juli 2006 wurde Schlegel für die Space Shuttle-Mission STS-122 benannt, die das Columbus-Labor der ESA im Februar 2008 zur Internationalen Raumstation ISS brachte. Seit Oktober 2006 erfolgte das missionsspezifisches Training, insbesondere für den Außenbordeinsatz (EVA) um Columbus dauerhaft an die ISS azubauen. Mit der Montage und Inbetriebnahme des Columbus-Labors beginnt die dauerhafte europäische Präsenz auf der Internationalen Raumstation ISS.


Erstellt am: 16.11.2007 19:30:00 Uhr
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