Europäischer Strahlenschutz auf der Raumstation
20. Dezember 2006
Für die Mission Astrolab wurde Thomas Reiter als erster europäischer Langzeitastronaut auf der Internationalen Raumstation ISS vom Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin des DLR im Auftrag der ESA mit einem Personendosimeter ausgestattet. Damit trug erstmals ein europäischer Astronaut auch ein europäisches Personendosimeter.
Christer Fuglesang und Thomas Reiter tragen die europäischen Strahlungsdetektoren
Jeder Astronaut hat während seines Aufenthalts im Weltraum ein Personendosimeter zur Überwachung seiner Strahlungsexpositon zu tragen. Diese Aufgabe wurde bei früheren Missionen von den Kollegen der NASA auf amerikanischer und des Instituts für Biomedizinische Probleme auf russischer Seite durchgeführt.
Während seines Langzeitaufenthalts war Thomas Reiter nicht nur mit einem, sondern mit insgesamt fünf so genannten EuCPD (European Crew Personal Dosemeter) ausgestattet. Zwei davon trug er an Gürteln – einen um den Bauch, einen um den Fuß. Während seines Außenbordeinsatzes am 3. August 2006 waren zwei weitere EuCPD's im Einsatz. Ein EuCPD blieb für die ganze Mission an einer Stelle innerhalb der Raumstation und diente somit als Referenzmessgerät.
Reiter trug ebenfalls die Personendosimeter der NASA und des IBMP. Dies ermöglichte erstmals die "On Board-Vergleichsmessung" der Strahlenexpositon mittels europäischer, russischer und amerikanischer Strahlungsdetektoren.
Auch sein schwedischer Kollege Christer Fuglesang trug während der Celsius-Mission das europäische EuCPD-Set.