In der Fachgruppe Antennen wird eine Vielzahl an Verfahren zur Strahlformung und -steuerung untersucht und weiterentwickelt. Dabei kann zwischen zwei Klassen von Algorithmen unterschieden werden. Zum einen gibt es deterministische, d. h. datenunabhängige Verfahren. Hierbei werden die oben erwähnten Gewichtungskoeffizienten auf der Basis von Zusatzinformationen und gewünschten Charakteristika des Diagramms eingestellt. Dazu gehören klassische Antennendiagramm-Syntheseverfahren.
In der zweiten Klasse, den statistischen Verfahren, werden die aktuell vorliegenden Antennensignale mit in die Berechnung der Gewichte durch die Algorithmen einbezogen. Aus diesem Grund sind statistische Verfahren auf digitale Strahlformungssysteme im Empfangsfall beschränkt. Der Vorteil besteht darin, dass mit Hilfe mathematischer Verfahren Informationen aus den empfangenen Signalen extrahiert werden können, die zur Bestimmung eines nach gewissen Kriterien im statistischen Sinn optimalen Antennendiagramms benutzt werden. Als Beispiel sei die Bestimmung der Einfallsrichtung von Störern mit anschließender Minimierung des Rauschens bei ungestörtem Empfang in Richtung des Nutzsignals und gleichzeitiger Ausblendung der detektierten Störer genannt. In der Abbildung ist ein Antennendiagramm dargestellt, bei dem dieses sogenannte Linear Constrained Minimum Variance (LCMV) Prinzip angewendet wurde.