Am 26. Februar 2011 startete die russische Raumfahrtbehörde den ersten Satelliten der neuen GLONASS-K Generation. Mit Hilfe dieses neuen Satelliten ist GLONASS erstmals in der Lage ein CDMA Signal zusätzlich zu den traditionellen FDMA Signalen für die Nutzer zu senden. Es ist das erste GLONASS-Signal, das auf dem CDMA-Verfahren aufbaut. Dieses neue CDMA Signal wird im L3 Frequenzband mit einer Zentralfrequenz von 1202.025 MHz abgestrahlt und dient vorerst nur für Versuchszwecke. Das Institut für Kommunikation und Navigation hat am 5.Mai 2011 erstmals das GLONASS-K CDMA Signal mit Hilfe eines Messaufbaus in der Empfangsstation Raisting vermessen. Als erstes wesentliches Ergebnis steht fest, dass das Signal grundsätzlich die erwarteten Eigenschaften hinsichtlich Bandbreite und Zeitverlauf zeigt und außergewöhnlich leistungsstark ist (ca. 5dB stärker als vergleichbare GPS-Signale). Im Detail zeigen sich jedoch Deformationen in der Signaleinhüllende, die derzeit weiter analysiert werden. Es ist geplant, dass das russische Navigationssystem nach erfolgreichem Tests am ersten Satelliten auf weitere CDMA Signale auf den Frequenzbändern L1, L2 und später auch auf L5 für die Navigation umsteigen wird, um die Interoperabilität mit GPS und Galileo zu ermöglichen.