Kommunikation für den Katastrophenschutz



Satellitenkommunikation für den Katastrophenschutz

 

Im Rahmen des Projekts MOSAKA der DLR-Agentur entwickelte das Institut ein Zugriffsverfahren für mobile, sich dezentral organisierende Ka-Band-Satellitenterminals. Gerade im Katastrophenschutz ist die dezentrale Komponente von großer Bedeutung. Das neue Verfahren wird 2011 demonstriert.

 Mobiles MOSAKA-Terminal im Testaufbau
zum Bild Mobiles MOSAKA-Terminal im Testaufbau


 

Entwicklung und Demonstration eines elektronischen Betroffenen-Erfassungssystems

Das Institut leitet das BMBF-Projekt eTriage. Zentrale Aufgabenstellung ist die Entwicklung und Demonstration eines elektronischen Betroffenen-Erfassungssystems für größere Katastrophen- als auch Individualnotfälle. Allen Personen, die an der Rettung, am Abtransport und an der Unterbringung der Verletzten in Krankenhäusern beteiligt sind, soll ein Kommunikations- und Datenbanksystem zur Verfügung stehen. Damit kann die Koordinierung dieser Vorgänge schnell, sicher und effizient erfolgen und die Dokumentation für spätere Einsatzanalysen automatisch erstellt werden. Die Arbeiten haben großen Bezug zu dem früheren EU-Projekt WISECOM.

 WISECOM-Terminal in der Praktischen Erprobung
zum Bild WISECOM-Terminal in der Praktischen Erprobung

Entwicklung des Disaster Management Tools (DMT)

In enger Kooperation mit EU und UNO hat das Institut ein mobiles Endgerät - das DMT -  entwickelt, das von Assessment-Experten zur Lageerfassung im Katastrophenfall eingesetzt wird. Diese Experten verschaffen sich unmittelbar nach Eintreffen einer Katastrophe ein genaues Bild der Schadenslage. Das DMT verfügt über Satellitenverbindungen, WLAN und Mobilfunk. Kern des Geräts ist die Software, die eine automatische Weiterleitung von Daten zum Krisenlagezentrum und zwischen den mobilen Einheiten der Assessment-Experten erlaubt. Bei den Daten handelt es sich beispielsweise um Karten, die vom Krisenlagezentrum erstellt werden, als auch um Informationen, die von den Experten selbst erhoben werden wie zB Schadensbeschreibungen der Infrastruktur und Fotos. Das DMT wurde mit den Anwendern auf internationalen Katastrophenschutzübungen in den vergangenen Jahren verfeinert. Das DMT  wird zurzeit mit Unterstützung des Technologiemarketings des DLR zur Marktreife geführt.

DMT der neuen Generation (oben) und im Einsatz bei einer EU-Katastrophenschutzübung (unten).


Deutsch-indonesisches Tsunami-Warnsystem (GI-TEWS)

Das Institut entwickelte Kernkomponenten für die Kommunikationsverbindungen für das deutsch-indonesische Tsunami-Warnsystem im Rahmen des BMBF-Projekts GI-TEWS. Insbesondere wurde vor Ort in Jakarta eine robuste und redundant ausgelegte Netzanbindung installiert. GI-TEWS ging Ende 2008 in Betrieb.  


URL dieses Artikels
http://www.dlr.de/kn/desktopdefault.aspx/tabid-7334/12322_read-29375/