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Kommunikation zwischen Zügen



Entwicklung eines Kollisionswarnsystems

Die europäischen Eisenbahnen verfügen über gute Zugsicherungssysteme. Sie basieren im Wesentlichen auf verbauter Infrastruktur. Trotz aller Anstrengungen gibt es aber immer noch Unfälle. Um auch diese Unfälle zu vermeiden, entwickelt das DLR ein Kollisionswarnsystem für Züge, das in Ergänzung bestehender Systeme und auch als stand-alone-System betrieben werden kann. Diese Arbeiten finden unter Federführung des Instituts im Rahmen des DLR-internen Projektes RCAS (rail collision avoidance system) statt. Das entwickelte Kollisionswarnsystem basiert - ähnlich wie das bereits etablierte System TCAS der Luftfahrt - auf einem steten, gegenseitigen Austausch von Fahrzustandsinformationen. Die Zuverlässigkeit des Kommunikationsverfahrens spielt eine große Rolle. Sowohl im Modell als auch bei Versuchen im realen Bahnumfeld konnte die Tauglichkeit des neuen Systems demonstriert und das industrielle Interesse geweckt werden. Zurzeit wird RCAS mit robusten Verfahren der Navigation vervollständigt.

Züge senden in regelmäßigen Zeitabständen u.a. ihre Position, Gleis, Geschwindigkeit und Fahrtrichtung. Diese Nachrichten werden von entgegenkommenden Zügen empfangen, so dass daraus Kollisionswarnungen abgeleitet werden können.
 

   

In Wegberg bei Düsseldorf wurde im Mai 2010 gezeigt, dass durch RCAS zuverlässig vor drohenden Kollisionen warnt und damit Unfälle verhindert.


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