Die vier existierende Systeme verwenden dasselbe Datenformat und ähnliche Signale, so dass SBAS-fähige Empfänger für alle vier Systeme geeignet sind. Der Nutzer erhält Informationen über:
Mit Hilfe dieser Informationen kann der Nutzer seine Positionsgenauigkeit von etwa 10 bis 20 m auf 1 m bis wenige Meter verbessern. Zusätzlich können die Signale, die die GPS-L1-Frequenz verwenden und GPS-C/A-Code-ähnliche Eigenschaften aufweisen, für Pseudostreckenmessungen genutzt werden, also direkt die Verfügbarkeit von GNSS verbessern.
EGNOS – das Europäisches SBAS
Neben Daten zur Verbesserung der Positionsgenauigkeit informiert EGNOS auch über die Integrität der GPS-Systeme: Innerhalb von 6 Sekunden erfahren die Nutzer, wenn die Positionierungssysteme falsche Daten ausstrahlen oder der Empfang stark gestört ist (Schwellen: 20 m horizontal, 40 m vertikal). Dies ist vor allem bei Einsatz von GPS im Flugverkehr wichtig.
Das System befindet sich seit 1. Oktober 2009 im offiziellen Betrieb. Neben dem seit 2006 ausgestrahlten regulären EGNOS-Signal ist einer der Satelliten noch dem EGNOS System Test Bed (ESTB) zugeordnet. Im Juli 2010 wurde das Signal für die Systemintegrität zertifiziert und darf seit dem 2. März 2011 offiziell für Safety-of-Life(SoL)-Anwendungen benutzt werden.