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Multi-Sensorintegrität



 Grundgerüst des Multisensorintegritätskonzeptes inklusive Integritätsbetrachtung vor und nach der Sensorfusion
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 INS-Fehlerausbreitung auf der Positionsebene eines sehr kostengünstigen Trägheitssensors
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 Obere inertiale Fehlerschranken in Abhängigkeit von der Güte des Trägheitssensors, wobei die rote Kurve zu einem sehr teuren und stabilien INS gehört und die blaue Kurven zu einen sehr kostengünstigen Sensor
zum Bild Obere inertiale Fehlerschranken in Abhängigkeit von der Güte des Trägheitssensors, wobei die rote Kurve zu einem sehr teuren und stabilien INS gehört und die blaue Kurven zu einen sehr kostengünstigen Sensor
Die Fusion von Satelliten basierten und inertialen Navigationssystemen ist weit verbreitet und anerkannt. Denn durch ihre gegensätzlichen Eigenschaften, ergänzen sich die beiden Systeme optimal und verbessern somit die Robustheit und Verfügbarkeit des gesamten Systems.

Für gewöhnlich unterscheidet man drei verschiedene Fusionsarten, die so genannte lose Kopplung auf Positionsebene, die feste Kopplung, basierend auf den Pseudorangemessungen vom GNSS, und die ultra-feste Kopplung, wobei die GNSS Tracking Loops mit Hilfe der inertialen Daten gestützt werden. Der entsprechende Fusionsalgorithmus wird meist mit Hilfe von einem erweiterten Kalmanfilter (extended oder unscented Kalmanfilter) oder einem Partikelfilter realisiert. Hierbei werden nicht nur die auftretenden Nichtlinearitäten berücksichtigt sondern auch die einzelnen Sensorfehlercharakteristiken und Fahrzeugdynamiken.

Die Güte des beteiligten Inertialsystems ist beeinflusst direkt die Performance des Fusionsalgorithmus und ist proportional zu den Kosten, Größe und Gewicht des Systems. Um ein ökonomische Lösung zu bieten, ist die Verwendung von sogenannten Micro-Electro-Mechanical Systemen (MEMS) sehr interessant. Ihre Verwendung für eine fusionierte Lösung in der zivilen Luftfahrt, sowie Indoor Navigation und Zugführung wird deshalb im DLR Institut für Kommunikation und Navigation sehr intensiv von mehreren Abteilungen behandelt. Um die Fehlerfortpflanzung in solchen Systemen zu minieren, werden weitere anwendungsspezifische Sensoren wie zum Beispiel Mehrantennen-GNSS und Radar genutzt. Diese liefern redundante Lage-, Geschwindigkeits- und Positionsinformationen, die die Qualität und Robustheit des Systems erhöhen.

 

Airborne Autonomous Integrity Monitoring (AAIM) ist ein neues Konzept, welches eine Zuverlässigkeitsabschätzung, das sogenannte Integritätsmaß, für das gekoppelte System bestimmt. Momentan entwickelt das DLR AAIM-Methoden im Rahmen des TOtal Performance concept for GBAS-based Automatic Landings (TOPGAL) Projektes. Um dies zu bewerkstelligen müssen die einzelnen Sensorfehlercharakteristiken sehr genau bekannt sein. Außerdem muss deren Fortpflanzung während des Fusionsalgorithmus untersucht und deren Auswirkungen aufs Gesamtsystem geprüft werden.

Als erster Schritt in Richtung Integrität für fusionierte Systeme, hat der DLR-IKN ein loses INS/GNSS gekoppeltes System mit geringen Entwicklungsaufwand untersucht. In diesem System werden die über der Zeit akkumulierten INS-Fehler korrigiert sobald eine integere Satelliten basierte Lösung zur Verfügung steht. In den Fällen, in denen keine GNSS-Lösung vorhanden ist, werden die INS-Fehler mit Hilfe eines Fehlermodells abgeschätzt und eine obere Fehlerschranke bestimmt. Die dazu benötigten Fehlergrößen können durch statische und dynamische Tests vorher ermittelt werden.


Kontakt
Boubeker Belabbas
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Institut für Kommunikation und Navigation
, Navigation
Oberpfaffenhofen-Wessling

Tel.: +49 8153 28-1129

Fax: +49 8153 28-2328

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