Projekte

P-AIR-FORM – Benefits of Performance Based Airport Management



 


Bei der Fortentwicklung des europäischen Luftverkehrs wurden insbesondere die Verkehrsflughäfen auf Grund fehlender Kapazität als Flaschenhälse ausgemacht (vgl. Performance Review Commission; Single European Sky, SES). Der Ausbau der Flughafeninfrastruktur wird durch gesellschaftspolitische Beschränkungen (u.a. Urbanisierung in der Nähe der Flughäfen, Ausbaubeschränkungen) zunehmend schwieriger. Optimierte Betriebsabläufe an einem Flughafen haben jedoch das Potential aus vorhandener Infrastruktur mehr Kapazität zu generieren.

Beim Betrieb eines Flughafens wirken viele Akteure, die Flugsicherung, der Flughafenbetreiber, die Bodenverkehrsdienste und die Fluggesellschaften mit unterschiedlichsten Zielstellungen bei der Abfertigung der Luftfahrzeuge und der Passagiere mit. Diese Stakeholder sind heutzutage oftmals nur für ihre eigenen Prozesse am Flughafen verantwortlich. Sie planen und organisieren diese in eigenen operationellen Zentren. Aufgrund eines fehlenden koordinierten Informationsaustausches erfolgt keine zentrale Prozesskoordination, so dass der Gesamtprozess durch fehlende Informationen und unzureichende Abstimmungen nicht optimal ist.

Aufbauend auf die Konzepte A-CDM (Airport- Collaborative Decision Making) und TAM (Total Airport Management) wird in P-AIR-FORM das Konzept des Performance Based Airport Management (PBAM) entwickelt. Das Projekt P-AIR-FORM hat einen repräsentativen Verkehrsflughafen mit entsprechender Verkehrsnachfrage im Jahr 2020 zum Untersuchungsgegenstand. Anhand dieses Beispielflughafens werden die betrieblichen Auswirkungen einer KPI basierten, prä-taktischen Betriebsplanung auf die Flughafen-Stakeholder (u.a. Flughafenbetriebsgesellschaft, Fluggesellschaften, Flugsicherung, Ground-Handler) ermittelt. Es wird untersucht, ob der nach stakeholderübergreifenden KPIs gesteuerte Flughafenbetrieb grundsätzlich umsetzbar ist und welche Vorteile dieser PBAM-Betrieb bietet. Dazu wird der Vergleich mit dem heute üblichen, nicht nach stakeholderübergreifenden KPIs gesteuerten Flughafenbetrieb durchgeführt. Des Weiteren wird untersucht, wie ein PBAM-Betrieb im Sinne einer Kooperation der am Flughafenbetrieb beteiligten Stakeholder umgesetzt werden kann.

 

 

Die Projektleitung  für P-AIR-FORM liegt beim DLR Institut für Flugführung. Die Aufgabe des DLR Lufttransportsysteme besteht in der Modellierung der Entscheidungskriterien und -prozesse für die Fluggesellschaften, insbesondere auch im Netzkontext (Umlaufplanung, Passagier-Konnektivität etc.). In einem zweiten Schritt werden anschließend, basierend auf den bis dahin im Projekt gewonnenen Erkenntnissen, Soll-Entscheidungsprozesse modelliert.

Projektpartner:

·         DLR Lufttransportsysteme

·         DLR Institut für Flugführung (Leitung)

·         DLR Institut für Physik der Atmosphäre

 

Projektlaufzeit: Januar 2013 – Dezember 2015

 


Kontakt
Steffen Wenzel M.Sc.
Lufttransportsysteme
, Lufttransportbetrieb
Tel: +49 40 42878 4405

Fax: +49 40 42878-2979

E-Mail: steffen.wenzel@dlr.de
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