Projekte

Klima- und öko-effizientes Fliegen



Die Klimawirkung des Luftverkehrs ist zum einen abhängig von der Menge seiner Emissionen und andererseits vom Ort und Zeitpunkt, also sowohl von der geographischen Breite, Länge, und der Höhe, als auch der Tages- und Jahreszeit. Die Forschungsergebnisse der letzten Jahre, z.B. aus den Projekten CATS (DLR), UFO (BMBF) und REACT4C (EU) haben gezeigt, dass es ein deutliches Potential zur Reduktion der Klimawirkung durch Veränderungen des operativen Betriebs und des Fluggerätes gibt. 
Bisher wird das aktuelle Wetter (Wind, Gewitter, etc.) bei der Planung und Durchführung von Flügen aus Sicherheitsgründen, zur Optimierung der Flugzeit und zur Optimierung des Treibstoffverbrauchs berücksichtigt. Die Forschung der letzten Jahre hat jedoch auch gezeigt, dass ein Teil der Klimawirkung des Flugverkehrs sehr stark von den aktuellen Umgebungsbedingungen des Fluges abhängig ist, und sich somit durch eine geeignete, wetterabhängige Auswahl der Flugroute erheblich beeinflussen lässt.
Bei der Entwicklung von operativen und technologischen Mitigations-Strategien zur Reduktion der Klimawirkung wurde das Zusammenspiel von Emissionen, Sonnenstand und Wetterlage auf die Klimawirkung bisher nur für begrenzte Verkehrsszenarien betrachtet.
Für eine möglichst realistische Bewertung sowie für die Umsetzbarkeit der untersuchten Mitigations-Strategien im realen Luftverkehr bedarf es jedoch einer möglichst umfassende Modellierung der unterschiedlichen Bereiche des Lufttransportsystems, insbesondere der relevanten Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Bereichen. 
Für die Kosten-Nutzen Analyse ist die Berücksichtigung von Airline-spezifischen Faktoren (Routenstruktur, Flugplan, Flottengröße, Erlöse und Kosten) von großer Bedeutung. Weiterhin spielen Faktoren der Flugführung (Luftraumkapazitäten, Sicherheit, etc.) eine zentrale Rolle für die Übertragbarkeit der untersuchten operativen Veränderungen. 
Das DLR Projekt WeCare (2013-2017) verfolgt daher das Ziel, die unterschiedlichen atmosphärischen und solarenEinflüsse sowie die ökomischen und operativen Randbedingungen in einer möglichst globalen und realistischen Modellierung und Bewertung des Luftverkehrs zu berücksichtigen. Darauf aufbauend sollen Strategien zur Reduktion der Klimawirkung des heutigen und zukünftigen Luftverkehrs inklusive neuer klima-optimierten Flugzeugkonfigurationen und Betriebsweisen abgeleitet werden.

 





 

 

 

 

 

 

 

 

 

Projektpartner

  • DLR Institut für Physik der Atmosphäre (Leitung)
  • DLR Institut für Lufttransportsysteme
  • DLR Institut für Flugführung
  • DLR Institut für Antriebstechnik
  • DLR Simulations- und Softwaretechnik

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