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Nepenthes Mensae – Übergangszone zwischen Hoch- und Tiefland



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Nepenthes Mensae – Übergangszone zwischen Hoch- und Tiefland
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Die Region Nepenthes Mensae ist typisch für eine Übergangszone zwischen dem auf der Südhalbkugel gelegenen Marshochland und den nördlichen Tiefebenen des Planeten: Zahlreiche Tafelberge (lateinisch mensae) deuten darauf hin, dass das Hochland einst eine größere Ausdehnung hatte und im Laufe der Marsgeschichte von der Erosion zum Teil abgetragen wurde. Der Blick geht von Nordnordost in Richtung Südsüdwest.

Im zentralen Teil der Nepenthes-Tiefebene sind zahlreiche Hügel, Restberge und tafelbergartige Erhebungen zu erkennen. Dabei handelt es sich um Reste des im Westen und Südwesten angrenzenden Hochlandes, die den Kräften der Verwitterung länger widerstehen konnten und nicht oder nicht vollständig von der Erosion abgetragen wurden. Durch erosive Prozesse wurde der Großteil des ursprünglich vorhandenen Materials entfernt, zurück blieben die noch heute vorhandenen Erhebungen.

Im Bildhintergrund ist ein etwa 30 Kilometer langes Tal zu erkennen, das in die Nepenthes-Ebene mündet und an seinem Ausgang eine deltaförmige Struktur abgelagert hat. Auch rechts oberhalb der Bildmitte ist ein kleines, wenige Kilometer langes Tal zu sehen. Im Vordergrund befindet sich ein kreisrunder Einschlagkrater, dessen gut erhaltene Form darauf schließen lässt, dass er noch nicht sehr alt ist – im Gegensatz zu dem Krater, der am rechten Bildrand zur Hälfte abgebildet ist: Verwitterungsprozesse haben den Kraterrand und einen Zentralberg schon stark abgetragen.

Bild: ESA/DLR/FU Berlin (G. Neukum).
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