DLR Logo
DLR Portal Home|Textversion|Newsletter|Impressum|Site map|Kontakt   English
  Sie sind hier: Home:News-Archiv


Flussdelta in Nepenthes Mensae



Zurück 6/10 Weiter
Flussdelta in Nepenthes Mensae
Bild herunterladen: Hi-Res JPEG (10,36 MB) Hi-Res TIFF (24,86 MB)
Im Südwesten des Gebiets Nepenthes Mensae mündet ein etwa 30 Kilometer langes Tal aus dem Marshochland in das Übergangsgebiet zu den nördlichen Tiefebenen. Am Ende dieses Tales befinden sich Ablagerungen, deren Struktur an Flussdeltas erinnern, wie sie auch auf der Erde bekannt sind. Der Blick geht von Nordosten in Richtung Südwesten.

Offensichtlich wurde entlang der Talrinne Material abgetragen und am Talschluss fächerartig abgelagert. Die Geländekante, die den markanteren der beiden Fächer in einem Halbrund umgibt, ist etwa 300 Meter hoch. Die Ähnlichkeit mit irdischen Flussdeltas lässt eine vergleichbare Entstehung vermuten: Delta-Ablagerungen entstehen, wenn Wasser Sedimente transportiert und bei nachlassender Strömungsgeschwindigkeit wieder ablagert – beispielsweise, wenn sich der Flusslauf verbreitert und dadurch das Wasser mit geringerer Geschwindigkeit fließt und die Energie zum Mitführen der Sedimentfracht nicht mehr ausreicht.

Vereinzelt sind in der Grabenstruktur helle Flächen mit einem quer zum Tal verlaufenden Rippenmuster zu erkennen, die von Dünenfeldern herrühren. Die Berge im Vordergrund sind Überbleibsel des einst sich weiter in Richtung Norden und Nordwesten ausdehnenden Marshochlandes, die von der Erosion verschont geblieben sind.

Bild: ESA/DLR/FU Berlin (G. Neukum).
Copyright © 2014 Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR). Alle Rechte vorbehalten.