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Hochauflösende Nadir-Draufsicht auf die eisbedeckte Hochebene Rupes Tenuis



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Hochauflösende Nadir-Draufsicht auf die eisbedeckte Hochebene Rupes Tenuis
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Der Nadirkanal der High Resolution Stereo Camera (HRSC) liefert die höchste Auflösung des Mars Express-Kamerasystems. Während Orbit 5872 überflog die ESA-Sonde den Nordpol des Mars in einer Höhe von etwa 860 Kilometern und nahm mit der HRSC das Gebiet Rupes Tenuis in einer Auflösung von 40 Metern pro Bildpunkt (Pixel) auf. Norden ist rechts im Bild, der Nordpol liegt außerhalb des Bildrandes und ist etwa 300 Kilometer entfernt.

Infolge der polaren, elliptischen Umlaufbahn fliegt Mars Express alle sieben Stunden fast direkt über den Nordpol. Während der über fünf Jahre, die seit der Ankunft der Sonde vergangen sind, konnte die Kamera jahreszeitliche Schwankungen in der Ausdehnung der wachsenden und schrumpfenden Polkappen beobachten. Die Polkappen aus Eis dehnen sich im Winter in Richtung der gemäßigten Breiten aus und schrumpfen entsprechend wieder mit Einsetzen des Frühlings. Während der warmen Jahreszeit sublimiert vor allem das in dünnen, wenige Zentimeter bis Dezimeter mächtigen Schichten aufgelagerte, gefrorene Kohlendioxid-Eis. Es geht also direkt vom festen in den gasförmigen Zustand über und entweicht in die Atmosphäre. Der harte Wassereis-Kern der Pole bleibt als Eiskappe zurück.

Das Wechselspiel von Sedimentation dunklen Materials (vor allem Staub) und der Bildung neuer Schnee- und Eisschichten im Winter führt zur Bildung von so genannten geschichteten Polarablagerungen (englisch "polar layered deposits"). Zum Zeitpunkt der Aufnahme herrschte am Mars-Nordpol Herbst.

Bild: ESA/DLR/FU Berlin (G. Neukum).
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