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Blick von Nordwesten nach Südosten über die Region am Nordrand des Magelhaens-Kraters



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Blick von Nordwesten nach Südosten über die Region am Nordrand des Magelhaens-Kraters
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Im Westen des Gebietes sind auffällige, unregelmäßig geformte, hell gefärbte Blöcke zu erkennen. Es handelt sich hier höchstwahrscheinlich um bis zu zwei Kilometer große Gesteinsbruchstücke oder Gesteinsschollen. Die Prozesse, die zur Entstehung dieser Strukturen geführt haben, sind noch nicht völlig geklärt. Möglicherweise wurde das anstehende Gestein durch die Wucht eines Einschlags in unmittelbarer Nähe tief zerrüttet und brach auseinander.

Eine andere mögliche Erklärung ist Subrosion. Als Subrosion wird ein Prozess bezeichnet, bei dem Material aus dem Untergrund entfernt wird. Auf dem Mars trat Subrosion häufig in Verbindung mit aufsteigendem Magma auf. Das Magma erwärmte gefrorenes Grundwasser, also Eis, das sich in Hohlräumen unter der Marsoberfläche befand. Das zu Wasser getaute Eis floss unterirdisch ab, ehe es an die Oberfläche trat und transportierte dabei Material ab. Es entstanden Hohlräume, die durch die Auflast der darüber liegenden Gesteinsschichten einbrachen. Ursprünglich zusammenhängende Schichten zerbrachen dabei und konnten die hier zu erkennenden Strukturen bilden. Die helle Oberfläche ist vermutlich darauf zurückzuführen, dass Wind den aufliegenden Staub und Sand abgetragen hat und die blanke Gesteinsoberfläche zu sehen ist. Es könnte sich aber auch um helle Minerale und Sedimente handeln, die hier aus einem stehenden oder fließenden Gewässer abgelagert wurden.
Quelle: ESA/DLR/FU Berlin (G. Neukum).
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