Die Mission im Überblick



 Mars Express in einem Orbit um den Mars
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Die Mission "Mars Express" der Europäischen Weltraumorganisation ESA ist am 2. Juni 2003 um 19.45 Uhr MESZ mit einer Sojus Fregat-Trägerrakete vom russischen Weltraumbahnhof Baikonur (Kasachstan) aus gestartet.

Die Mission liefert den Forschern wichtige neue Daten zur Geologie, Mineralogie und Atmosphäre des Mars. Die Suche nach Spuren früheren Mars-Lebens, eines der ehrgeizigsten Ziele des Projekts, stellt die Forscher vor große Herausforderungen.

Das DLR leistet wichtige Beiträge zu Mars Express: Mit der im Berliner DLR-Institut für Planetenforschung entwickelten Höchstleistungskamera HRSC wird der Mars in nie da gewesener Auflösung dreidimensional kartiert.

Ebenfalls im DLR Berlin entwickelt wurde das so genannte Planeten Fourier Spektrometer (PFS). Es dient primär der Untersuchung der Marsatmosphäre. Aus Mitteln der DLR-Raumfahrt-Agentur werden die drei Experimente Mars Radio Science (MaRS), MARSIS und ASPERA finanziert.

 

Daten

Mission

Start: 2. Juni 2003, 19.45 MESZ
Einschwenken des Landegeräts in Mars Orbit: 25. Dezember 2003, 04.00 MEZ
Startort: Baikonur, Kasachstan
Trägerrakete: Sojus/Fregat
Bodenstationen: Perth (Australien), Kourou (Französisch Guayana)
Bodenempfangszeit: 6,5 - 7 Stunden pro Tag
Mission Control Center: European Space Operations Center (ESOC), Darmstadt
Nominelle Missionsdauer: 1 Marsjahr (ca. 2 Erdjahre bzw. 687 Tage); optionale Missionserweiterung um 1 Marsjahr
Umlaufbahn: Ellipse, Endorbit: 250 km (marsnächster Punkt) x 11.583 km (marsfernster Punkt); Inklination 87 Grad; Orbitperiode 7,5 Stunden

Sonde

Startgewicht: 1042 kg, davon 427 kg Treibstoff
Wissenschaftliche Nutzlast: Orbiter 116 kg, Lander 60 kg
Abmessungen: Orbiter 1,5 m x 1,8 m x 1,4 m; Solarausleger mit 12 m Spannweite, Fläche 11,42 qm
Energieversorgung: Orbiter: Solarausleger: Si-Zellen, 660W bei 1,5 AE; Energiespeicherung 3 Li-Ionen-Batterien, Gesamtkapazität 64.8 Ah; Energieversorgung 28 V; Spitzenleistung 450 W
Datenübertragung: X-band (7.1 GHz) und S-band (2.1 GHz) Kommunikation; omni-direktionale Niedriggewinn-Antenne (LGA), 4 m; direktionale Hochgewinn-Antenne (HGA), 1,8 m; 2 Dipol-Antennen, je 20 m
Antrieb:  8 Triebwerke für Bahnkorrekturen, Schub je 10 Newton; 1 Haupttriebwerk für Bremsmanöver im Mars-Orbit, Schub 400 Newton; 3-Achsen-Stabilisierung


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