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Senkrechte Draufsicht auf Melas Chasma mit Erläuterungen



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Senkrechte Draufsicht auf Melas Chasma mit Erläuterungen
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Das Bild zeigt den nördlichen Teil von Melas Chasma und die 9000 Meter hohe Geländekante zum Marshochland. Die Bildmitte befindet sich etwa bei 10 Grad südlicher Breite und 290 Grad östlicher Länge. Die Bildauflösung beträgt etwa 23 Meter pro Bildpunkt (Pixel). Die Größe des Bildausschnitts beträgt etwa 200 Kilometer mal 100 Kilometer; Norden ist rechts im Bild. Auffallend ist ein riesiger Hangrutsch von fast 50 Kilometern Breite (Bildausschnitt 1); möglicherweise wurden die Massenbewegungen durch tektonische Spannungen ausgelöst, die sich in west-östlicher Richtung, parallel zur Hauptrichtung des Valles Marineris-Grabensystems durch die Ebenen des Marshochlands ziehen (Bildausschnitt 3).

Durch den großen Hangrutsch wurden viele Kubikkilometer Gesteinsmaterial aus dem Hang in den Talgrund von Melas Chasma geschoben, wo die Gesteinstrümmer als Schuttfächer zu erkennen sind. Möglicherweise wirkte Wasser in den abgerutschten Gesteinsmassen als eine Art "Schmiermittel", wie Fliessstrukturen auf der Oberfläche des weit in die Talmitte geschobenen Materials andeuten (Bildausschnitt 2). Im Becken von Melas und an höher gelegenen Stellen des Hanges sind helle Ablagerungen zu beobachten (Bildausschnitt 4). Die meisten dieser Ablagerungen bestehen aus Sulfaten und wurden vermutlich in einem See gebildet.
Quelle: ESA/DLR/FU Berlin (G. Neukum).
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