DLR Portal
Home|Textversion|Impressum|Sitemap|Kontakt |English
Sie sind hier: Home:Abteilungen:Aeromedical Center
Erweiterte Suche
Aktuelles
Institut
Abteilungen
Aeromedical Center
Biomedizinisches Wissenschafts-Unterstützungszentrum
Flugphysiologie
Luft- und Raumfahrt­psychologie
Strahlenbiologie
Weltraumphysiologie
Forschung
Veröffentlichungen
Stellenangebote
Probandensuche
Service & Links
SpaceLife
Multimedia
Fliegerärztliche Untersuchungsstelle
Leitung: Götz Kluge
Zurück
VersendenDrucken

Die Reise-Apotheke



.
In jedes Reisegepäck gehört auch eine Reise-Apotheke. Reiseziel, Reisedauer und Art der Reise bestimmen ihren Inhalt.

Allgemeine Tipps zur Reise-Apotheke

Generell ist zu beachten:

Wählen Sie Arzneimittel aus, die sich bei Ihnen bewährt haben und die Sie gut vertragen.


Stellen Sie die Apotheke am besten schon vor der Reise zusammen. In einigen Ländern sind Arzneimittel zwar günstiger als in Deutschland. Bedenken Sie jedoch, dass die Qualitätsanforderungen oft nicht so hoch sind wie in Deutschland. Vor allem außerhalb Europas sind Medikamentenfälschungen im Umlauf, die gesundheitsschädlich sein können.

Werfen Sie einen Blick auf das Verfallsdatum des Arzneimittels. Vorsicht: Das Datum gilt bei Flüssigkeiten und Salben nur für ungeöffnete Packungen.

Bei Reisen in warme Länder müssen die Lagerungshinweise für Medikamente beachtet werden. Ein geschmolzenes Schmerz- oder Fieberzäpfchen nützt im Bedarfsfall niemandem mehr.

Müssen Sie Medikamente zu einem festen Zeitpunkt einnehmen? Erkundigen Sie sich bei Fernreisen, wie groß die Zeitverschiebung ist. Einige Medikamente werden in ihrer Wirkung beeinträchtigt, wenn der Einnahme-Rhythmus nicht eingehalten wird. Der Empfängnisschutz der Pille ist ein bekanntes Beispiel dafür.

Die Grundausstattung

Unbedingt dabei sein müssen:

Individuell notwendige Medikamente: Habens Sie eine chronische Erkrankung? Nehmen Sie Medikamente, die Sie täglich einnehmen müssen, in ausreichender Menge im Handgepäck mit. Beraten Sie sich mit Ihrem Arzt oder Apotheker, ob mit anderen Arzneien Wechselwirkungen bestehen. Neigen Sie zu bestimmten Beschwerden? Bestücken Sie Ihre Reise-Apotheke gegen Allergien, Sodbrennen oder Pilzinfektionen am besten mit einem Präparat, das Ihnen auch früher schon geholfen hat.

  • Desinfektionsmittel:
    Darf in keiner Reiseapotheke fehlen! Es schützt offene Wunden vor Infektionen.

  • Verbandmaterial:
    Zur Versorgung von Wunden sind Pflaster, sterile Wundkompressen, Mullbinden, elastische Binden, Klebeband, Schere, Splitterpinzette und Dreieckstuch wichtig.

  • Fieberthermometer:
    Gerade in Ländern mit Malaria-Gefahr ist es notwendig, die Körpertemperatur genau zu erfassen. Beachten Sie bitte: Thermometer aus Glas sind ungeeignet, da sie leicht zerbrechen.

  • Schmerz- und Fiebermittel:
    Wichtig zur Behandlung von leichten Schmerzen wie Kopfschmerzen, Zahnschmerzen sowie zur Senkung von Fieber. Kautabletten können auch ohne Wasser eingenommen werden.

Die Zusatzausstattung

Nützlich sind außerdem:

  • Medikamente gegen Übelkeit:
    Werden Sie von Reiseübelkeit geplagt, können Sie bereits vor Fahrtbeginn ein entsprechendes Medikament einnehmen. Bei plötzlicher Übelkeit helfen schnell wirksame Kaugummi-Präparate. Doch Vorsicht: Viele dieser Wirkstoffe machen müde.

  • Medikamente gegen Durchfall:
    Um Durchfall vorzubeugen, beachten Sie die Grundregeln der Nahrungsmittelhygiene. Ist kein Trinkwasser erhältlich, entkeimen spezielle Desinfektionsmittel das vorhandene Wasser. Starker Flüssigkeitsverlust ist die größte Gefahr bei Durchfall, besonders für Kinder und Schwangere. Die wichtigste Maßnahme ist daher der Ersatz von Wasser und Salzen, die der Körper verloren hat, mit einem Elektrolyt-Pulver. Übrigens: Das alte Rezept "Cola und Salzstangen" ist ungeeignet und kann den Durchfall sogar verschlimmern. Besser im Notfall: Je halben Liter abgekochten (!) Wassers einen halben Teelöffel Salz und fünf Teelöffel Traubenzucker auflösen und davon drei Liter am Tag trinken. Loperamid stoppt Durchfall sofort. Es ist jedoch nur sinnvoll um gefährlichen Wasserverlust zu bremsen oder kurzfristig eingesetzt wenn man z.B. eine Busfahrt überstehen muss. Sonst bleibt der Erreger weiter im Darm. Als Alternative auch für Kinder geeignet sind Präparate zum Aufbau der Darmflora. Kohletabletten haben ihre Bedeutung bei der Durchfallbehandlung verloren.

  • Medikamente gegen Verstopfung:
    Verstopfung wirken Sie am besten entgegen, indem Sie genügend trinken und ballaststoffreiche Nahrung essen. Eine große Portion Obst mit getrockneten Pflaumen, Feigen, Melonen oder reifer Papaya schmeckt und wirkt. Haben Sie mit diesen einfachen Maßnahmen keinen Erfolg, ist für kurze Zeit ein mildes Abführmittel hilfreich.

  • Medikamente gegen Allergien:
    Insektenstiche oder Allergien können lästigen Juckreiz hervorrufen. Zur Auswahl stehen entsprechende Arzneimittel zum Einnehmen oder zum Einreiben.

  • Medikamente zur Behandlung von Prellungen und Zerrungen:
    In erster Linie sind Erste-Hilfe-Maßnahmen wichtig. Zur Schmerzlinderung und Abschwellung bewähren sich entzündungshemmende Medikamente. Bei anhaltenden starken Schmerzen und Schwellungen müssen Sie einen Arzt aufsuchen.

  • Medikamente gegen Schnupfen: Wenn Sie Schnupfen oder eine Nasennebenhöhlen-Entzündung haben, verhindern abschwellende Nasensprays bei einer Flugreise Ohrenschmerzen oder gar Innenohrschäden.

  • Medikamente gegen Halsschmerzen:
    Bei Halsentzündungen können Medikamente mit desinfizierender Wirkung Linderung bringen. Oft ist in diesen Medikamenten noch zusätzlich ein schmerzstillender Wirkstoff enthalten. Bei starken Schmerzen und Fieber sollten Sie immer einen Arzt aufsuchen.

  • Medikamente gegen Augenbeschwerden:
    Staub, Wind oder Licht verursachen auf Reisen häufig Bindehautentzündungen. Lindernd wirken abschwellende Augentropfen. Auch so genanntekünstliche Tränen helfen bei leichter Reizung und Augentrockenheit. Ist die Augenreizung allergisch bedingt, helfen antiallergische Augentropfen.

  • Sonnenschutzmittel:
    Sie sollten in fast alle Reisegebiete ein gutes Sonnenschutzmittel mitnehmen. Damit vermeiden Sie nicht nur einen lästigen Sonnenbrand, Sie beugen so auch möglichen Langzeitfolgen wie Hautkrebs vor. Die Stärke des Sonnenschutzmittels wählen Sie entsprechend Ihrem Reiseziel und Hauttyp aus.

  • Insekten abweisende Mittel (Repellentien): Ein guter Schutz vor Mückenstichen ist in Gebieten wichtig, in denen z.B. Malaria, Gelbfieber, Dengue-Fieber oder die japanische Enzephalitis verbreitet sind. Von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird der Wirkstoff Bayrepel® empfohlen. Er ist in Deutschland in dem Präparat Autan® enthalten. Mittel auf der Basis ätherischer Öle wie Teebaumöl, Zitronenöl oder Kokosöl haben eine schwächere und kürzere Wirkung und sind daher in solchen Risikogebieten nicht zu empfehlen.

Artikel zum Thema
Reisemedizin
Aeromedical Center
Fachkenntnisse und Qualifikationen
Fliegerärztliche Untersuchungsstelle
Operationelle Raumfahrtmedizin
Reisemedizin
Medizinische Untersuchungen und Geräte
Medizinische Links
Copyright © 2013 Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR). Alle Rechte vorbehalten.