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Beanspruchung und Erholung von Hubschrauberpiloten im Luftrettungsdienst (1.Studie)



Zusammenfassung

Auf Grund der langen Dienstzeiten und den daraus resultierenden verkürzten Ruhezeiten kommt es in den Sommermonaten bei Hubschrauberpiloten im Luftrettungsdienst zu Konflikten mit den gesetzlich vorgeschriebenen Limits. Da gleichzeitig eine Gefährdung der Flugsicherheit nicht auszuschließen ist, wurde das Institut für Flugmedizin vom BMV beauftragt, entsprechende Untersuchungen durchzuführen. Dem ADAC und seiner Bereitschaft zu enger Kooperation ist es zu danken, daß diese Untersuchungen an 13 Hubschrauberpiloten des ADAC in den Sommermonaten (Juni bis September) 1989 stattfinden konnten. Der Zeitraum für jeden Piloten umfasste eine Dienstperiode von 7 Tagen, sowie jeweils zwei Tage davor und danach für Kontrolluntersuchungen.

Zur Bestimmung der Belastung und Beanspruchung wurde das EKG kontinuierlich und die Ausscheidung verschiedener Hormone im Urin (Adrenalin, Noradrenalin, Cortisol) alle drei Stunden während der Wachperiode erfasst. Ebenfalls alle 3 Stunden wurden Fragebögen ausgefüllt, die nach dem momentanen Wachheits- und Ermüdungszustand sowie nach der persönlichen Verfassung fragten. Schlafdauer und Schlafqualität wurden mit Hilfe eines Sleep-Logs und durch Messung der Aktivität erfasst.

Messungen zur Beanspruchung zeigten für die gesamte Dienstperiode erhöhte Reaktionen gegenüber den Kontrolltagen, die aber im Vergleich zu Ergebnissen aus anderen Bereichen nicht höher als normal bis mittelschwer einzustufen sind. Das eigentliche Problem liegt in der Verkürzung der Schlafdauer, da sich nach dem Verlauf der Hormonausscheidungen akkumulierende Auswirkungen von Schlafdefiziten auf eine Zunahme der Beanspruchung nicht ausschließen lassen. Die Hormonausscheidungen sowie die subjektive Angaben einzelner Piloten lassen den Schluss zu, daß eine vollständige Erholung während der Ruhezeiten unter den gegebenen Bedingungen nicht zu erreichen war.

Wesentliche Literatur zum Thema finden Sie an dieser Stelle


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