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EXPOSE-E, Rückkehr eines extern auf der ISS angebrachten Langzeitexperiments



Nach 1,5 Jahren Exposition im Weltraum ist EXPOSE-E mit ihren biologischen, chemischen und dosimetrischen Proben am 12.09.2009 mit dem Space Shuttle Discovery wieder sicher auf der Erde gelandet.

Die ESA-Experimentanlage war am 7.2.2008 mit Atlantis zur Internationalen Raumstation gestartet und dort außen am europäischen Forschungsmodul Columbus angebracht worden. 2 Wochen später wurde EXPOSE-E vom MUSC im DLR in Köln aus aktiviert, Klappen und Ventile geöffnet und damit ihre Proben den rauen und lebensfeindlichen Bedingungen des Weltraums ausgesetzt. Gut 18 Monate reisten die Proben der 8 Forschergruppen unter der operationellen Koordination des DLR im Weltraum. Ein Teil der Proben wurde wechselnden Temperaturen, kurzwelliger extraterrestrischer UV-Strahlung und dem dort herrschenden Vakuum ausgesetzt, während ein anderer Teil simulierten Marsbedingungen exponiert wurde: 600 Pa Druck in einer Atmosphäre die überwiegend aus CO2 bestand, sowie einem UV-Spektrum, dass mit Hilfe von optischen Filtern dem auf der Marsoberfläche angepasst wurde.

Über die ganzen 1,5 Jahre funktionierte EXPOSE-E einwandfrei: regelmäßig wurden die im All gemessenen Daten zur Sonneneinstrahlung und Temperatur auf die Erde gesendet. Auch eine einmalige automatische nominelle Schließung der Klappen um Überhitzung zu vermeiden, sowie das Öffnen der Klappen vom Boden aus über Telekommandierung verliefen reibungslos.

Nach der Rückkehr von EXPOSE-E wurden alle 3 Trays mit den Proben im DLR in Köln in Empfang genommen, unter inerter Stickstoffatmosphäre geöffnet, und die Proben ausgebaut. Die verschiedenen beteiligten internationalen Forschergruppen werden ihre Proben zurückerhalten und analysieren, um den Effekt des Weltraumaufenthalts zu untersuchen. Die Ergebnisse werden weitere Erkenntnisse zur Entstehung, Evolution und Anpassungsfähigkeit des Lebens, sowie experimentelle Grundlagen für Empfehlungen zum Schutz anderer Planeten (Planetary protection) liefern.

Die parallel im DLR durchgeführte Bodenkontrolle wurde mit einem zeitlichen Versatz nach Erhalt und Analyse der ersten Umgebungsdaten aus dem Weltraum begonnen. In den Planeten- und Weltraumsimulationsanlagen des DLR werden für einen identischen Satz an Proben die Bedingungen nachgefahren, die die Flugproben auch erlebt haben, allerdings mit Ausnahme der Schwerelosigkeit und der ionisierenden Strahlung. Die Bodensimulation wird die gesamte Mission nachfahren. Am Ende werden auch hier die Proben ausgebaut und zu Auswertung an die Forscher zurück gegeben.

 EXPOSE-E Trays im DLR angekommen
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 sicher verpackt
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 Ausbau der Flug-Probenträger
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 Flug-Probenträger der Experimente
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 Ausbau der Flugproben im DLR, Experiment LIFE
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 Ausbau der Flugproben im DLR, Experiment ADAPT
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