Im Rahmen der konstituierenden Sitzung der SK-RGV diente das Versorgungskonzept HerzNetzCenter Köln GmbH (HNC) als ein Beispiel. Die HNC, vorgestellt durch ihren Geschäftsführer Prof. Dr. Hans W. Höpp, ist ein seit Jahren bewährtes, eigenständig vollfinanziertes Best-Practice-Modell für die Versorgung chronisch (Herz-)Kranker. Im Mittelpunkt des anschließenden Expertendialogs stand die Entwicklung erweiterter und neuer Berufsbilder für alle an der Versorgung Beteiligten. Hierfür sollen Anforderungen erfasst und präzise definiert werden, um in Ausbildungscurricula einfließen zu können. Mit eingeladenen Experten aus der (bio-)medizinischen Technik/IKT/Industrie, Pflege, Verbänden und Politik bestand Konsens darin, dass eines der Haupthemmnisse für die Überführung von Projekten in die Regelversorgung die fehlende oder mangelhafte fachliche Qualifikation der beteiligten Berufsgruppen, v. a. des Pflegepersonals als tragende Basis strukturierter Versorgungskonzepte (Stichwort Herznetzschwester), sei. Hier würden passende Berufsbilder wie z. B. Netzkoordinatoren fehlen. Gleichzeitig komme das IT- und Vernetzungswissen in der ärztlichen Approbationsordnung zu kurz. Folgerichtig wurde die Bildung einer AG „Interprofessionelle und transsektorale Aus-/Fort- und Weiterbildung AG-ITA“ mit folgenden Aufgaben beschlossen:
Die in der sich anschließenden Mitgliederversammlung der DGG getroffene Kooperationsrahmenvereinbarung zwischen DGG e.V. und HerzNetzCenter Köln GmbH beinhaltet die Themenschwerpunkte Gesundheitstelematik, eHealth und telemedizinisch gestützte Services sowie Qualifizierung, Aus-/Fort- und Weiterbildung in neuen Berufsoptionen. Leitbild der Kooperation mit der HNC ist der umfassende Gesundheitsbegriff der World Health Organisation (WHO) und beinhaltet u. a. den regelmäßigen Austausch über neue Entwicklungen, die wechselseitige Unterstützung bei Seminaren, Tagungen oder Kongressen, die Zusammenarbeit in Aus-/Fort- und Weiterbildungsfragen für neue Berufsoptionen und pflegerische Assistenzkonzepte, insbesondere auch in der Definition notwendiger Inhalte und Curricula entsprechender Studiengänge. Dr. Lindlar und Prof. Koch sehen durch diese Vereinbarung auch die Möglichkeit gegeben, die bereits bestehende Kooperation von HNC und DLR fachlich zu begleiten.
Das nächste Treffen der Ständigen Konferenz ist für 19. November 2013 in Köln im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt geplant.
Eine umfassende Dokumentation der Auftaktveranstaltung und die Kooperationsrahmenvereinbarung können eingesehen werden unter: