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Honorarprofessur für Christa Baumstark-Khan: Antrittsvorlesung zu Schwerionen in der Tumortherapie und Risiken in der Weltraumfahrt



Prof. Dr. Christa Baumstark-Khan

Christa Baumstark-Khan, Leiterin der Gruppe „Zelluläre Biodiagnostik“ des DLR-Instituts für Luft- und Raumfahrtmedizin, hält am 21. Mai 2014 ihre Antrittsvorlesung an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, Fachbereich Angewandte Naturwissenschaften, zum Thema „Zwei Seiten einer Medaille: Nutzen durch Schwerionen in der Tumortherapie und Risiken für die Weltraumfahrt“ („Radiobiology of Accelerated Heavy Ions: Benefits for Tumor Therapy and Risks for Manned Space Flight“).

In ihrer Arbeit am Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin beschäftigt sich Frau Baumstark-Khan mit der Analyse der zellulären und molekularen Reaktion von menschlichen Zellen auf Bestrahlung mit Röntgenstrahlen als Referenzstrahlung und Schwerionen. Besonders erforscht sie dabei die Wirkung kosmischer Strahlung auf den Menschen und mögliche Einflüsse der Schwerelosigkeit auf die Ausprägung der Strahlenantwort. Hierzu werden bodenbegleitende Untersuchungen an Schwerionenbeschleunigern und Experimente im Weltraum durchgeführt.

Christa Baumstark-Khan wurde 2013 zur Honorarprofessorin berufen.

Zum Vortrag
Die biologische Wirkung dicht ionisierender Strahlung ist zu einem wesentlichen Forschungsgebiet im Bereich der Strahlenbiologie herangewachsen. Während für die Strahlenexposition der Bevölkerung und insbesondere von „erdgebundenen Strahlenarbeitern“ Gammastrahlung und niederenergetische Alpha-Teilchen von Bedeutung sind, haben im Flugverkehr hochenergetische Neutronen und im Weltraum hochenergetische Schwerionen einen maßgeblichen Anteil an der Exposition. Hochenergetische Protonen und Schwerionen sind neben dem Strahlenschutz im Weltraum auch auf der Erde von höchstem Interesse, nämlich in der Therapie von Tumoren. Während frühere Untersuchungen sich mit der Bestimmung der Relativen Biologischen Effektivität (RBE) für verschiedene biologische Endpunkte, besonders für Zellinaktivierung (Therapie) und Karzinogenese (Späteffekte), beschäftigten, geht der Fokus des Interesses nun zur Analyse von Signaltransduktionswegen, wobei sowohl Wirkungen im bestrahlten Gewebe direkt als auch in unbestrahlten Nachbarzellen beobachtet werden.

Bei Interesse zur Teilnahme an der öffentlichen Antrittsvorlesung am 21. Mai um 16.30 Uhr, Hörsaal 3, Campus Rheinbach, mit Begrüßung durch den Dekan Prof. Dr. Ulrich Essmann wenden Sie sich bitte bis 12. Mai an: jana.schuster@h-brs.de, Tel. +49 (0) 2241 865-733 (Informationen zur Anfahrt: www.h-brs.de/standorte)


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