Flugmedizinisches Center (FMC)

Reisemedizin



Übersicht Cholera
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Übersicht Hepatitis A
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Übersicht Hepatitis B
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Übersicht Hepatitis C
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Übersicht HIV
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Übersicht Gelbfieber
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Übersicht Dengue-Fieber
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Übersicht Malaria
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Übersicht Polio (Kinderlähmung)
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Übersicht Tollwut
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Übersicht Tuberkulose
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Übersicht Jap. Enzephalitis
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Quelle: WHO
Reisemedizin ist untrennbarer Bestandteil der arbeitsmedizinischen Versorgung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. Reisen bringen ein gesundheitliches Risiko für jeden mit sich. Dies bedeutet, dass durch berufliche Reisen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Unternehmen besonders belastet sind. Die Berufsgenossenschaften haben deswegen den Grundsatz 35 (G35) festgelegt. Jeder Arbeitnehmer muss bei Fernreisen reisemedizinisch betreut werden. Das ist durch die G35 vorgeschrieben. Der Berufsgenossenschaftliche G35 Arbeitsaufenthalt im Ausland unter besonderen klimatischen und gesundheitlichen Belastungen ist seit seinem Erscheinen 1980 eine verpflichtende Untersuchung für alle Unternehmen.

Gut vorbereitet auf Reisen

Grundsätzlich sollte jede Reise gut vorbereitet werden, damit man nicht schon bei der Anreise oder dann vor Ort unangenehme Überraschungen erlebt. Für einen Kurztrip ist das schnell erledigt: Sonnenschutz, Insektenschutz und die Grundausstattung der Reiseapotheke sind in der Regel ausreichend. Wenn aber eine lange Anreise bevorsteht und am Reiseziel eine klimatische und kulturelle Umstellung notwendig wird, besonders bei Fernreisen, sollte man sich im Vorfeld mit den möglichen Konsequenzen für die Gesundheit beschäftigen (siehe auch rechts...Übersichten). Sobald gesundheitliche Risiken eine Rolle spielen, z. B. eine chronische Erkrankung oder eine (geplante oder bestehende) Schwangerschaft, sind viele weitere Aspekte zu berücksichtigen und entsprechende Vorsorgemaßnahmen frühzeitig zu treffen, um den Urlaub unbeschwert genießen zu können.

Die Fliegerärztliche Untersuchungsstelle hilft, den Auslandsaufenthalt präventiv zu planen und versorgt Sie mit allen wichtigen Gesundheitsinformationen über jedes Land in der Welt.

Beratungen:

  • Hygiene
  • Ernährung
  • Klima
  • Gesundheitsrisiken bei Fernreisen
  • Vorbeugeempfehlungen bei Fernreisen
  • Arbeitsmedizinische Aspekte bei Fernreisen
  • Ergonomisches Reisen
  • Reisen von Schwangeren/Reisen mit Kindern
  • Sonnenschutz
  • Insektenschutz
  • Medikamente im Ausland
  • Medikamentenwechselwirkung/Gegenanzeigen
  • Beurteilung der Reisefähigkeit
  • Tropentauglichkeit
  • Ökotipps
  • Impfungen
  • Malariaberatung
  • Diabetes

Impfung:

  • Malaria-Schnelltest
  • Malaria-Prophylaxe
  • Gelbfieberimpfung
  • Hepatitisvorbeugung
  • Standardimpfungen (Tetanus, Diphtherie)
  • Typhus
  • Cholera
  • Polio
  • Japanische Enzephalitis
  • Impffahrplan
  • Nachimpfung

Sie möchten sich optimal auf Ihre Reise vorbereiten?

Besonders bei Fernreisen, sollten Sie sich schon im Vorfeld mit den möglichen Konsequenzen für die Gesundheit beschäftigen. Über die aktuelle Gesundheitssituation in Ihrem Reiseland, Impfempfehlungen und evtl. notwendige Malariaprophhylaxe können wir Sie tagesaktuell informieren.

Oft genug wird überhaupt nicht an eventuell bestehende gesundheitliche Risiken ins Reiseland gedacht. Dabei können viele Erkrankungen oder Befindlichkeitsstörungen gerade bei Reisen in die Tropen und Subtropen durch Vorbeugung vermieden werden. Nirgendwo gilt das Motto »Vorbeugen ist besser als Heilen« mehr als in diesen Ländern.

Impfungen sind oft der einzige wirksame Schutz der Prävention von Reisekrankheiten. Besteht hierzu keine Zeit, sollten die Reisenden eindringlich auf potentielle Gesundheitsgefährdungen sowie allgemein vorbeugende Maßnahmen hingewiesen bzw. muss gegebenenfalls sogar von der Reise abgeraten werden. Wenn möglich, sollten die Vorbereitungen zur Reise 6 Wochen vor der Ausreise beginnen. Da die meisten Impfungen heutzutage nahezu 10 Jahre Wirksamkeit haben, ist es sogar möglich, für geplante Reisen auch bereits 2-3 Monate vor Ausreise mit den Vorbereitungen zu beginnen. Generell ist eine ärztliche Beratung über mögliche Krankheiten und persönliche Gesundheitsrisiken vor Antritt der Reise sehr empfehlenswert.

Folgende Probleme und Krankheiten treten besonders häufig auf:

  • Durchfall
  • Fieberhafte Infekte
  • Unfälle
  • Hepatitis
  • Malaria
  • Geschlechtskrankheiten
  • Typhus

Nicht vergessen werden sollte die Mitnahme einer allgemeinen Reiseapotheke, die um speziell benötigte Medikamente je nach Reiseland bzw. Vorerkrankungen ergänzt werden muss.

Gesundheitsbezogene Informationen zu Reiseländern können aus vielen Quellen bezogen werden. Die Beurteilung ihrer Qualität und ihrer Bedeutung für das persönliche Verhalten und die notwendige eigene Gesundheitsvorsorge sind allerdings nicht immer ganz einfach.

Allgemeine Empfehlungen für alle Reisenden sind häufig von begrenzter Aussagekraft, denn:

  • Informationen über die Häufigkeit bestimmter Erkrankungen schwanken mit der Qualität der jeweiligen Gesundheitsberichtserstattung vor Ort. Regionen, in denen bestimmte Krankheiten häufig gemeldet werden, können in Wirklichkeit deutlich weniger Krankheitsfälle aufweisen, als solche, die vielleicht gar keine melden.

  • Farbig bearbeitete Länderkarten scheinen oft sehr klar Gebiete mit Erregervorkommen (z. B. für Malaria) und erregerfreien zu trennen. In Wirklichkeit sind solche Grenzen natürlich fließend und stellenweise starken Veränderungen unterworfen - zumal Krankheitsüberträger wie Moskitos auch mit modernen Verkehrsmitteln (über Trennlinien hinweg) transportiert werden können.

  • Aufgrund eines bestimmten regionalen Krankheitsrisikos (z. B. "chloroquin-resistente Malaria") kann nicht unbedingt die Empfehlung für die Einnahme eines bestimmten Prophylaxe-Medikaments erfolgen. Denn ein in diesem Fall "normalerweise" bevorzugtes Medikament ist bei der betreffenden Person möglicherweise wegen drohender Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten, z. B. gegen eine chronische Erkrankung, völlig ungeeignet. So darf das sehr wirksame Medikament Mefloquin u. a. nicht eingenommen werden, wenn Herzleitungsstörungen, psychische oder neurologische Vorerkrankungen aufgetreten sind.

  • Auch das Vorkommen eines regionalen Risikos (z. B. "Typhuserkrankung") gilt nicht immer für jeden Reisenden: Denn ein Trekking-Tourist kann dadurch durchaus gefährdet sein, während der Besucher einer erstklassigen Hotelanlage kaum Gefahr läuft, den Krankheitserregern zu begegnen.

  • Empfehlungen für Reisende, die an der gleichen chronischen Krankheit leiden und das selbe Malariagebiet besuchen möchten, unterscheiden sich womöglich erheblich - je nach dem ob der eine auf Trekking-Tour geht oder der andere einen Club-Urlaub gebucht hat, ob einer sich auf einer kurzen Geschäftsreise befindet oder ob er sich auf einen längeren Auslandsaufenthalt vorbereitet.

Deshalb erfordert die Sicherung der Gesundheit auf Reisen eine Beratung, die auf die persönliche Situation zugeschnitten sein muss. Sie können ein persönliches Gespräch mit Ihrem Arzt durch Auskünfte im Internet nicht ersetzen. Sie können sich aber durch uns informieren und damit eine persönliche Beratung, z.B. bei Ihrem Hausarzt, vorbereiten.


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Berufsgenossenschaftlicher Grundsatz 35 (http://www.dlr.de/me/desktopdefault.aspx/tabid-1768/2405_read-4258/usetemplate-print/)
Die Reise-Apotheke (http://www.dlr.de/me/desktopdefault.aspx/tabid-1768/2405_read-4259/usetemplate-print/)