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Biomedizinisches Wissenschafts-Unterstützungszentrum
Leitung: Prof. Dr. rer. nat. habil. Ralf Anken
Biolab Anlagen- und ISS-Nutzung
In dieser Arbeitsgruppe werden Aufgaben der Forschung unter Weltraumbedingungen durch den lebenswissenschaftlichen Teil des Deutschen Nutzerzentrums (Microgravity User Support Center, MUSC) durchgeführt. Für die internationale Raumstation werden lebenswissenschaftliche Anlagen betreut. Das MUSC fungiert als Facility Responsible Center (FRC) für die Flug- und Bodenanlagen BIOLAB und KUBIK der ESA. Die dazu nötige Bodeninfrastruktur ist vorbereitet, und grösstenteils schon in Betrieb. Die erste Weltraummission wird der Flug der KUBIK Anlage mit SOYUZ zur Internationalen Raumstation sein.
Biomedizinische Informationstechnologie
BIT ist das IT-Kompetenzzentrum, das die technische Infrastruktur sowie das Daten- und Informationsmanagement für unterschiedliche Experimentier- und Studienszenarien individuell vorbereitet und optimiert. Dazu stellt BIT validierte IT-Konzepte und -Tools zur Verfügung, die aktuellen internationalen Qualitäts- und Informationsstandards genügen.
Interdisziplinäre Schwerkraftforschung
Die Arbeitsgruppe hat langjährige Expertise im Bereich der Gravitationsbiologie (schwerkraftsensitive Einzeller) in enger Anbindung an die Universität Bonn und diversen Kooperationen. Die Wissenschaftler unterstützen bei der Vorbereitung von Mikrogravitationsexperimenten mit Einsatz der entsprechenden Bodenanlagen (Klinostaten, Zentrifugen).
Operationelles Studienteam
Die Fachgruppe „Operationelles Studienteam“ besteht aus medizinischem, wissenschaftlichem und technischem Personal. Sie führt sowohl institutsintern als auch für externe Auftraggeber (z.B. ESA, nationale Wissenschaftler) stationäre und ambulante Humanstudien durch. Das Team übernimmt zudem beratende Funktionen bei der Planung und Konzeption unterschiedlicher Arten von wissenschaftlichen Studien im DLR. Das Erfahrungs-Spektrum des Teams reicht von komplexen mehrwöchigen Kopftieflage- bis hin zu klinischen Studien. Je nach wissenschaftlicher Fragestellung können die Großforschungsanlagen des Instituts, wie z.B. die Humanzentrifugen zur Simulation „künstlicher Schwerkraft“ oder das Physiologielabor mit seinen umfangreichen Methoden zur Untersuchung der Herz-Kreislauf-Regulation in das Studiendesign integriert werden. Die Human-Studien werden unter hoch standardisierten Bedingungen in der Arbeitsmedizinischen Simulationsanlage des Instituts (AMSAN) durchgeführt.
Telemedizin und Telematik
Die Arbeitsgruppe entwickelt Methoden und Instrumente für die Unterstützung der organisationsübergreifenden, medizinischen Versorgung für Raumfahrt, Luftfahrt, Verkehr und das Gesundheitswesen. Hierzu gehört auch die interdisziplinäre lebenswissenschaftliche Forschung des Instituts mit der Einbindung und Entwicklung integrierter Informations- und Kommunikationstechnologien. Partner und Auftraggeber für die telemedizinischen Anwendungsprojekte sind die zivile Luftfahrt, der Sanitätsdienst der Bundeswehr und bestimmte Bereiche des Gesundheitssystems.
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