Flugmedizinisches Zentrum (AeMC)

Arbeitsschwerpunkte



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Die Aktivitäten der Untersuchungsstelle umfassen:

  • medizinische Eignungsbeurteilungen bei fliegendem Personal (Cockpit, Kabine) und
    Flugverkehrskontrollpersonal durch Nach- und Kontroll-Untersuchungen nach europäischen (JAA) und amerikanischen (FAA) Richtlinien.
  • Flugmedizinische / Fliegerärztliche Gutachten
  • Tauglichkeitsuntersuchungen von Berufs- und Sporttauchern
  • Überwachung/Durchführung von Fahrten in der Unterdruckkammer
  • Seminare in Höhenphysiologie für Parabelflug-Passagiere und Piloten mit Praxisdemonstrationen
  • Erteilung von Erste-Hilfe-Unterricht (First Aid)
  • Impfberatung
  • Medizinische Eignungstests von Versuchspersonen

Die Anzahl der jährlich durchgeführten Untersuchungen ist seit 1985 ständig angestiegen.

Zu dem in regelmäßigen Intervallen zu untersuchenden Berufs- und Personenkreis gehören
Verkehrs-, Berufs- und Privatpiloten, Flugsicherungsbetriebspersonal, Kabinenpersonal,
Luftsportgeräteführer (Sprung/ Fallschirm, Ultraleichtflugzeug, Hängegleiter, Gleitsegel),
Sporttaucher und nach berufsgenossenschaftlichen Grundsätzen betreute Zielgruppen wie G26 (schwerer Atemschutz), G31 (gewerbliche Taucher) und G35 (Aufenthalt im Ausland).

Bedarfsentsprechend werden Versuchspersonen, die sich um eine Teilnahme an im Institut stattfindenden Studien bewerben, auf ihre medizinische Tauglichkeit im Hinblick auf die in den Studien gestellten Anforderungen untersucht.

Mit der in Europa eingeleiteten Koordinierung der Luftfahrt - entsprechend den Vorgaben der
europäischen Joint Aviation Authorities (JAA) – wurden gemeinsame medizinische Tauglichkeitsrichtlinien (JAR - FCL 3) erstellt, die allerdings noch nicht in allen europäischen Ländern eingeführt sind.
In Deutschland sind diese Richtlinien seit dem 01.05.2003 massgeblich.

Bereits jetzt wird unsere Untersuchungsstelle zunehmend um gutachterliche Stellungnahmen gebeten. Diese beinhalten flugmedizinisch/fliegerärztlich relevante Fragestellungen aus allen Bereichen der Medizin und Augenheilkunde; sie werden in Auftrag gegeben von Luftfahrtbundesamt, Bundes- und Landesbehörden, Gerichten, Versicherungen, Piloten, Kabinenpersonal.

Neben den luftfahrtmedizinischen Aufgaben hat die Fliegeruntersuchungsstelle zusätzlich Berührungspunkte mit Gebieten der operationellen Raumfahrtmedizin:

Alljährlich führen wir im Auftrag von ESA-EAC die umfangreichen Routineuntersuchungen aller in Europa stationierten Astronauten und Kosmonauten der ESA durch.

Die in Köln stationierten nicht-astronautischen ESA-EAC Mitarbeiter werden im Rahmen ihrer, von der ESA anberaumten, jährlichen Gesundheits-Checks ebenfalls im DLR untersucht.

Außerdem werden europäische Teilnehmer an Parabelflügen in Flugzeugen der europäischen, amerikanischen oder russischen Raumfahrtagenturen in der DLR Untersuchungsstelle vor ihren Flügen auf ihre medizinische Eignung überprüft und durch physiologischen Unterricht, Fahrten in der Unterdruckkammer und Sauerstoffmangel -Demonstrationen vorbereitet. Für Parabelflüge in europäischen Flugzeugen werden die Teilnehmer seit 1 Jahr entsprechend JAR-FCL3 untersucht.


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