Belastung

Beanspruchung und Erholung von Hubschrauberpiloten im Luftrettungsdienst



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Bei Hubschrauberpiloten im Luftrettungsdienst kommt es in den Sommermonaten, bedingt durch die lange Hellphase am Tage, zu extrem langen Dienstzeiten (bis zu 15.5 Std.) und damit verbunden zu sehr kurzen Ruhezeiten. Dabei ist es möglich, dass die Flugdienstzeit, besonders bei hohen Einsatzfrequenzen, die vorgeschriebenen Limits erreicht oder sogar übersteigt. Die dadurch hervorgerufene besondere Belastungssituation der Hubschrauberpiloten wurde in zwei flugmedizinischen Untersuchungen im Auftrag des Bundesministers für Verkehr überprüft, um aus den Ergebnissen Empfehlungen für eventuell notwendige gesetzliche Maßnahmen ableiten zu können.

Zur Beurteilung der Arbeitsbelastung, der Beanspruchung und der Erholung wurden das EKG, die Aktivität, Catecholamine und Kortisol sowie subjektive Angaben zur Arbeitsbelastung, zur Ermüdung und zum Schlaf regelmäßig registriert.

Die Ergebnisse einer ersten, bereits 1989 mit dem ADAC durchgeführten Studie waren (1) das Einsatzsystem der Hubschrauberpiloten wurde geändert, (2) es wurde eine neue, auf die Bedürfnisse der Luftrettung abgestimmte Regelung der Flugdienst- und Ruhezeiten entwickelt, die unabhängig von der 2. DVOLuftBO in Deutschland gelten soll.

Die Ergebnisse der zweiten Studie zeigten, dass die neue Flug-, Flugdienst- und Ruhezeitenregelung für Hubschrauberführer im Luftrettungsdienst unter den untersuchten Bedingungen einen vernünftigen Kompromiss darstellt. Sie kann als Grundlage für eine Harmonisierung auf europäischer Ebene angesehen werden.

Eine ausführlichere Zusammenfassung der Ergebnisse der ersten Studie finden Sie hier und die ausführlichere Zusammenfassung der Ergebnisse der zweiten Studie an dieser Stelle


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