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Dekompressionsprobleme im Weltrall



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Aufgrund des Henry'schen Gesetzes sättigt sich der Organismus mit dem Stickstoff der Atemluft auf. Dekompressionsprobleme können dann auftreten, wenn der Umgebungsdruck vermindert wird. Wird der Druck verringert, so kann der überschüssige Stickstoff in Gasform aus der Flüssigkeit ausperlen.

Dieses Problem trifft den Astronauten, wenn er einen "Weltraumspaziergang" (EVA=Extra Vehicular Activity) vorbereitet. Der Druck im Raumanzug beträgt je nach Modell 300-400 hPa, weil der Anzug unter Normaldruck gegen das außen herrschende Vakuum nicht mehr bewegbar ist.

Beim Tauchen tritt die gleiche Problematik bei der Rückkehr an die Oberfläche auf; unter dem erhöhten Druck unter Wasser wird zusätzlicher Stickstoff oder ein anderes Inertgas über die Atemluft im Körper gelöst. Beim Auftauchen (Druckentlastung) muss dieses Gas den Körper wieder über die Lunge verlassen. Die dem Taucher bekannten Dekompressions-Stopps müssen eingehalten werden. Im Falle des Astronauten wird die Stickstoff-Elimination durch Sauerstoff-Voratmung erreicht. Da über die Lunge kein Stickstoff mehr angeboten wird, verläßt der Stickstoff allmählich den Organismus, so dass am Ende der Druck in einem Schritt auf das Niveau des Raumanzugs abgesenkt werden kann.




Das Gas braucht Zeit, um wieder über die Lungen abgeatmet zu werden.

Neben den Forschungen zur Gasaufnahme, Sauerstoffverträglichkeit, Atemphysiologie, Dekompressionsproblematik und der Therapie von Tauchern mit massiven Dekompressionsbeschwerden, wurden Forschungstaucherlehrgänge durchgeführt. Ein Teil der europäischen Astronauten erhielten die notwendige Tauchausbildung, um im Wasserbecken ein Schwerelosigkeits-Training durchführen zu können.


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