In vitro Zellkulturtechniken stellen wertvolle Methoden zur Verfügung, mit denen der Einfluß verschiedener Umweltbedingungen auf zelluläres Überleben, Vermehrungsfähigkeit und zytogenetische Effekte untersucht werden kann. Die so erhaltenen Ergebnisse werden zur Risikobestimmung für den Menschen eingesetzt. Zur Bestimmung der Toxizität sind verschiedene Methoden gebräuchlich, die auf entweder der Viabilität von Zellpopulationen oder der Kapazität zur Proliferation einzelner Zellen basieren.In der Arbeitsgruppe Photo- und Exobiologie des Arbeitsschwerpunkts Strahlenbiologie wurde die biologische UV-Dosimetrie mit der DLR-Biofilm-Technik entwickelt, eine ähnliche Entwicklung in der Arbeitsgruppe Zelluläre Biodiagnostik ist das biologisch wichtende Dosimeter RoDos. Es basiert auf der Verwendung von Säugerzellen, die auf einer UV-transparenten Folie kultiviert werden und einer Bestrahlungseinheit, welche partielle Bestrahlungen der Zellen im Wachstumsgefäß mit simulierten (oder natürlichem) Sonnenlicht erlauben. Wenige Tage nach der Bestrahlung werden die Zellen fixiert und gefärbt. Der Einfluß der Strahlung auf das Zellwachstum wird bildanalytisch als relative Leuchtkraft (L) der bestrahlten Felder der PetriPerm® Folie erfasst. Die so erhaltenen Überlebenswerte werden zur Bestimmung von Aktionsspektren eingesetzt. Dieses Verfahren erlaubt eine relative biologische Wichtung unterschiedlicher UV-Wellenlängenbereiche von simuliertem Sonnenlicht.