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Audiometrie und Tympanometrie



Audiometer
Audiometrie

Tonhörtest (Reintonaudiometrie)

Das elektroakustische Verfahren des Tonhörtestes dient zum Aufsuchen der Hörschwelle, jenem Höreindruck, bei dem wir gerade zu Hören beginnen. Es gibt Auskunft über Art und Lokalisation der Hörstörung. Anders als bei anderen Messungen in der Medizin bedarf es Ihrer aktiven Mitarbeit bei dem schwierigen Messverfahren durch unsere geschulten Mitarbeiterinnen.

Sprachhörtest (Sprachaudiogramm)

Im Gegensatz zur Messung mit reinen Tönen bedient man sich hierbei genormter Testwörter, die in unterschiedlicher Lautstärke über Kopfhörer, oder Lautsprecher dargeboten werden. Hiermit können wir Ihr Sprachverstehen kennen lernen. Bei einem Schwerhörigen erlaubt diese Messung eine Aussage zu seinem sozialen Gehör, wie stark er von seinem Leiden betroffen ist. Angewandt wird der Test zur Endscheidung über die Verordnung eines Hörgerätes, bei der Beurteilung über den Nutzen des Hörgerätes, zur Überprüfung zentraler Hörfunktionen, sowie für ein Begutachtungsverfahren.

Tympanometer
Tympanometrie

Mittelohrdruckmessung (Tympanometrie) und Reflexhörtest (Stapediusreflex- oder Impedanzsprungmessung)

Diese zwei Verfahren dienen der erweiterten Mittelohrdiagnostik. Bei der Tympanometrie wird der Mittelohrdruck gemessen, der Auskunft über die Trommelfellbeweglichkeit gibt. Bei der Stapediusreflexmessung bedient man sich eines Schutzreflexes unseres Mittelohres (Muskel stapedius) vor zu großen Schallintensitäten. Er wird normalerweise bei einer akustischen Reizung zwischen 80 – 90 dB über unserer Hörschwelle ausgelöst. Diese Methode eignet sich zum Ausschluss einer Mittelohrschwerhörigkeit, zum objektiven Nachweis einer Hörfähigkeit (kindliche Schwerhörigkeit) und indirekt zum Hörschwellennachweis, zur Differenzierung zwischen einer Störung im Innenohr und einer im Nervensystem, sowie zur Prüfung der Intaktheit des Reflexbogens durch das zentrale Nervensystem.

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