SpaceLife-phd.-Stipendiatin Sonja Brungs erhielt den "Rainer Kowoll First Presenter Preis". (Foto: © Josef Willems).
Außerdem wurden die drei besten der insgesamt 24 angemeldeten und bewerteten Poster mit einem Preis ausgezeichnet, diese gingen auch alle an Mitarbeiter des Instituts für Luft- und Raumfahrtmedizin: Der erste Posterpreis ging an Martin Vejvoda (zusammen mit E.-M. Elmenhorst, G. Plath, S. Pennig, K. Trischler, M. Basner). Dieses Poster zum Thema „Early-Starter und Late-Finisher-Flüge und ihre Auswirkungen auf die Ermüdung“ beschäftigt sich mit der Regelung, dass die maximale tägliche Flugdienstzeit des fliegenden Personals bisher in Abhängigkeit von der Anzahl der Flüge pro Tag und der Uhrzeit des Dienstbeginns bestimmt wird. Aufgrund der vorliegenden Ergebnisse von Vejvoda et al. sollte bei der Limitierung der täglichen Flugdienstzeit aber nicht nur der Beginn der Dienstzeit, sondern auch der Zeitpunkt der Landung für die Berechnung der maximalen Flugdienstzeit herangezogen werden, besonders in den Abend- und Nachtstunden.
Der zweite Posterpreis ging an Sibylle Pennig (zusammen mit J. Quehl, U. Müller, V. Rolny, H. Maaß, M. Basner, E.-M. Elmenhorst), deren Poster das Thema „Belästigung durch nächtlichen Bahnlärm und Fluglärm: Feldstudien im Raum Köln/Bonn“ aufgriff: Verkehrslärm beeinträchtigt betroffene Anwohner nicht nur tagsüber, sondern auch während der Nacht und führt zu Störungen des Schlafs sowie zu Belästigungsreaktionen. In der Feldstudie zum nächtlichen Bahnlärm zeigte sich, dass die Belästigung primär durch die Anzahl der Lärmereignisse, insbesondere der Güterzüge, bestimmt ist. In einem Vergleich mit der Feldstudie zum Fluglärm wurde im Gegensatz zu Störungen des Schlafs eine höhere nächtliche Belästigung durch Fluglärm als durch Bahnlärm nachgewiesen.
Der dritte Posterpreis ging an Petra Schwendner (zusammen mit S. Barczyk, F. Canganella, V. Ilyin, R. Rachel, H. Huber, R. Wirth, P. Rettberg). Sie zeigten Ergebnisse zu einem Experiment des Mars 500 Programms: „MICHA – Mikrobielle Diversität in geschlossenen Lebensräumen und Einfluss auf die menschliche Gesundheit“. Mit diesem Experiment wurde sowohl die mikrobielle Population auf Oberflächen (mittels swabs), in der Luft des Habitats (Luftkeimsammlung durch Filtration) als auch am Menschen erfasst und deren Entwicklung im Verlauf derIsolationsdauer verfolgt. Die daraus erzielten Erkenntnisse sind essentiell für künftige bemannte Weltraummissionen, um möglichen mikrobiellen Gefährdungen durch Vorbeugung, Überwachung und Gegenmaßnahmen effizient zu begegnen.