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| Start TEXUS 44 |
Nach längerer Verzögerung hob am 7. 2. 2008 eine zweistufige brasilianische Höhenforschungsrakete von ihrem Startplatz bei Kiruna (Schweden) ab. Mit der Bergung der Nutzlast wurde der operationelle Teil der 44. TEXUS Mission erfolgreich abgeschlossen.
Mit an Bord war die elektromagnetische Levitationsanlage EML, die auf ein vom Institut entwickeltes Konzept zur behälterfreien Prozessierung metallischer Schmelzen zurückgeht. Während des etwa sechsminütigen ballistischen Fluges der Nutzlast herrschen exzellente Mikrogravitationsbedingungen, die für zwei materialwissenschaftliche Experimente im EML genutzt wurden.
Im ersten Experiment wurde eine Kupfer-Kobalt-Legierung aufgeschmolzen, in die metastabile Mischungslücke unterkühlt und erstarrt. Das Experiment ist Teil des ESA-Projekts CoolCop, das vom Institut koordiniert wird. Die beteiligten Wissenschaftler erhoffen sich Aufschlüsse über das Benetzungs- und Erstarrungsverhalten dieser Legierung, die u.a. für die Otimierung von Computerfestplatten von Bedeutung sind.
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| Al-Ni Probe im EML | |
Das zweite Experiment befasste sich mit einer Aluminium-Nickellegierung, die die Basis für viele Leichtbauwerkstoffe und Katalysatoren bildet. Hier wurde im Rahmen mehrerer ESA-Projekte, an denen das Institut massgeblich beteiligt ist, sowohl die spezifische Wärme der Schmelze als auch ihre Erstarrung untersucht. Dabei gelang es, eine maximale Unterkühlung von etwa 250 K zu erreichen. Durch Vergleich mit entsprechenden Experimenten im Erdlabor kann so der Einfluss von schwerkraftbedingten Strömungen in der Schmelze ermittelt werden.