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Promotion von Dipl. Phys. Juliane Schmitz



Die von Frau Schmitz vorgelegte Dissertation behandelt Benetzungsvorgänge zwischen flüssigen Metallen und kristallinen Metalloxidsubstraten. Diese Fragestellung ergab sich aus einer Kooperation im Rahmen eines DFG Schwerpunktprogramms zur heterogenen Keimbildung, sie ist aber auch relevant im Zusammenhang mit technischen Füge- und Verbindungsprozessen, insbesondere in der Mikroelektronik.

Zur Charakterisierung des Benetzungsverhaltens eignet sich die Ablösearbeit, W=g(1+ cosq ),die sich durch Messung der Oberflächenspannung g  der Flüssigkeit und des Kontaktwinkels q  zwischen Flüssigkeitstropfen und Substrat experimentell bestimmen lässt. Dieses Messprogramm als Funktion der Zusammensetzung an dem System Al-Cu/ Al2O3 durchzuführen, war Gegenstand der Doktorarbeit von Frau Schmitz.

Die Messung der Kontaktwinkel erfolgte an drei kristallografisch ausgerichteten Ebenen des Substrats (C-, R- und A-Ebene) für drei verschiedene Zusammensetzungen der Al-Cu Legierung (Al50Cu50, Al30Cu70, Al17Cu83) sowie für die reinen Elemente Al und Cu. Während Kupfer alle Ebenenen gleich benetzte, zeigte sich für Al und alle untersuchten Al-Legierungen eine ausgeprägte Anisotropie.


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