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Nachwuchsförderung



Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln-Porz beschäftigt rund 1400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf einem 55 Hektar großen Gelände. Hier werden junge Menschen solide ausgebildet, erhalten Schul- und Berufspraktika zur Berufsfindung und -orientierung. Darüber hinaus werden Diplomarbeiten und qualifizierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bei ihren Promotionen betreut.

Prof. Dr. Andreas Meyer leitet das Institut für Materialphysik im Weltraum des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt. Im Institut werden die Eigenschaften von Schmelzen und ihre Erstarrung auf allen Längenskalen mit theoretischen und experimentellen Methoden erforscht. Aus diesen Erkenntnissen die Eigenschaften von Werkstoffen vorherzusagen und somit ein Materialdesign aus der Schmelze zu ermöglichen, ist das Ziel dieser Forschung.

Dr. Stefan Klein, ein sehr ambitioniertes und engagiertes Mitglied der Jung-DGM Rhein-Ruhr und Projektleiter im Institut für Materialphysik im Weltraum, betreut und begleitet junge Menschen vom Praktikum und Ausbildung bis hin zur Diplomarbeit und Promotion.

 

Dazu ein Praktikums-Erfahrungsbericht der Schülerin Farima Fischer:

Obwohl ich seit meiner Kindheit öfter das DLR Köln-Porz besucht habe, und ich mich schon immer sehr für den Weltraum und die Raumfahrt interessiert habe, war ich anfangs nicht sicher, was während meines Praktikums beim Institut für Materialphysik im Weltraum auf mich zukommen würde. In der Erwartung, zwar bei Versuchen zugucken zu dürfen, sonst jedoch wenig in das Arbeitsgeschehen eingebunden zu sein, war ich bei Antritt des Praktikums sehr positiv überrascht, einen eigenen Versuchsdurchlauf zugewiesen zu bekommen. Zunächst etwas überfordert mit der Aufgabe, wurde ich schnell von meinem Betreuer Dr. Stefan Klein und weiteren Mitarbeitern des Instituts in die verschiedenen Arbeitsprozesse eingewiesen. Vom Berechnen der Zusammensetzung meiner Legierung bis zu deren Herstellung und Bearbeitung war ich für alles selbst verantwortlich und habe zusätzlich Ratschläge und immer neue Aufgaben erhalten. Auch bei Versuchen an einer elektromagnetischen Levitationsanlage wurde ich beteiligt und konnte die unterschiedlichsten Experimente mit meinen Proben durchführen. Auch das Phänomen der Erstarrung, welches im Institut für Materialphysik im Weltraum besonders erforscht wird, konnte ich bei meiner Legierung miterleben. Die darauffolgende Auswertung der Ergebnisse war zwar nicht so spannend wie die Experimente oder das Betrachten der Probe mit dem Rasterelektronenmikroskop, boten aber trotzdem einen guten Einblick in die Arbeit der Forscher des Instituts.

Alles in Allem habe ich während meines Praktikums einen besonderen Einblick in den Alltag eines Wissenschaftlers bekommen und einen Anstoß in Bezug auf die Frage: “Was werde ich einmal studieren?“ bekommen.

Farima Fischer
11. Klasse des Clara Fey Gymnasiums in Bonn


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