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Dissertation Markus Köhler



 

Am 9. Juli 2013 promovierte Dipl.-Phys. Markus Köhler an der RWTH Aachen zum Dr. rer.nat. an der Fakultät für Georessourcen und Materialtechnik. Markus Köhler hat am Institut für Materialphysik im Weltraum seine Dissertation zum Thema "Heterogene Keimbildung in nichtmischbaren Aluminiumlegierungen" angefertigt. Seine Dissertation wurde mit "sehr gut" bewertet. 

Markus Köhler hat Legierungen aus Al-und Pb bzw. Bi untersucht, die im schmelzflüssigen Zustand nicht miteinander mischbar sind. Kühlt man solche Legierungen ab, scheiden sich flüssige Blei- oder Bismuttröpfen in einer aluminiumreichen Schmelze aus. Es entsteht bei weiterer Abkühlung eine feste Legierung mit Tropfen des weichen Bleis oder Bismut in einer festen Aluminiummatrix. Im Prinzip sind solche Materialien für Gleitlager in Fahrzeugmotoren hervorragend geeignet und werden seitlangem sowohl im Weltraum als auch auf der Erde erforscht. Insbesondere die Anfangsstadien der Trennung der beiden Phasen im flüssigen Zustand sind kaum verstanden. Markus Köhler hat mit Methoden der hochauflösenden Computertomografie und der geschickten Verwendung von Impfmaterialien die Keimbildung der Blei- und Bismuttropfen untersucht und eine alte Modellvorstellung zu Keimbildung in nichtmischbaren Legierungen widerlegen können. Als Ergebnis der Untersuchungen kann man die Phasentrennung in technischen Legierungen besser kontrollieren als bisher.


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