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Wir betreiben die Bodenreferenzmodelle einiger Experimentanlagen, die auf der ISS, in Höhenforschungsraketen oder Parabelflügen genutzt werden. Nutzer können damit ihre Experimente planen, Experimentabläufe optimieren und Vergleichsexperimente unter 1g Bedingungen in Anlagen durchführen, die baugleich zu Weltraumanlagen sind. |
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Das Fallrohr mit einer Höhe von 8 m wird für
Erstarrungsexperimente unter reduzierter Schwerkraft
im freien Fall (Fallzeit ca. 1.2 s) genutzt. Dabei
werden Schmelztröpfchen mit Durchmessern zwischen
1500 µm und 50 µm mit hohen Kühlraten,
die abhängig von der Tröpfchengröße zwischen
10^2 bis 10^5 K/s variieren, berührungsfrei unterkühlt
und erstarrt. Die Analyse von erstarrten Partikeln verschiedener
Größe hinsichtlich metastabiler Phasen und Gefüge ermöglicht
die Untersuchung von Phasenselektionsphänomenen in Abhängigkeit
der Kühlrate. |
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Unsere elektromagnetischen Levitationsanlagen werden
zur berührungsfreien Untersuchung von thermophysikalischen
Eigenschaften und von Erstarrungsvorgängen in unterkühlten
Schmelzen benutzt. Zusätzlich verfügen wir über transportable
Anlagen zur Durchführung von Streuexperimenten an nationalen
und internationalen Neutronen- und Synchrotronstrahlungsquellen.
Die elektrisch gut leitenden, ca. 6-8 mm grossen Proben
werden mit einem räumlich inhomogenen
elektromagnetischen Wechselfeld unter Schutzgasatmosphäre
positioniert, induktiv geheizt und geschmolzen. |
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Zur berührungsfreien Untersuchung elektrisch weniger
gut leitender Proben, insbesondere von Oxiden und
Halbleitern stehen zwei elektrostatische
Levitationsanlagen zur Verfügung.
Bei diesem Verfahren werden die zu untersuchenden, ca. 1-3 mm
grossen Proben elektrisch geladen und in einem vertikalen
statischen elektrischen Feld (20kV) zum Schweben gebracht.
Sie werden mit Hilfe eines Infrarotlasers
unter Hochvakuumbedingungen erwärmt und geschmolzen.
Durch diese sehr sauberen Bedingung erreichen wir maximale
Unterkühlungen und können u. a. Keimbildungsstatistik betreiben. |
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Schmelzen und Erstarren von metallischen Legierungen stehen am Beginn wichtiger Fertigungsverfahren z.B. im Maschinenbau, Bauwesen, Elektrotechnik, Elektronik. Der Prozess der Erstarrung liefert die Ausgangsposition für die Bildung des inneren Werkstoffaufbaus. Dieser legt die Werkstoffeigenschaften fest. |
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Zur Messung der Scherviskosität von Schmelzen steht ein
Schwingtiegelviskosimeter zur Verfügung, welches in Zusammenarbeit mit der Universität Chemnitz, Arbeitsgruppe Prof.
Hoyer, entwickelt wurde.
Unter Schutzgasatmosphäre befindet sich die flüssige Probe
in einem Tiegel, welcher an einem Torsionsdraht befestigt
ist und Drehschwingungen ausführt. Aus deren Dämpfung wird
die Viskosität bestimmt.
Das Gerät gestattet Untersuchungen in einem breiten
Temperaturbereich bis zu 2000 °C, so dass auch hochschmelzende Materialien untersucht werden können. |
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Im Bereich Mikrostrukturanalyse steht mit dem Rasterelektronenmikroskop LEO 1530 VP mit INCA EDX-Analyse ein modernes Spitzengerät zur Verfügung. Es lassen sich Oberflächen elektrisch leitfähiger Materialien wie Metalle, aber auch elektrisch isolierender wie Aerogele abbilden. |
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Es stehen drei Anlagen zur Verfügung, mit denen das thermische Verhalten kleiner Proben sehr unterschiedlicher Substanzen bei zeitlinearem Aufheizen, während isothermer Phasen oder beim Abkühlen untersucht werden kann. |
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Die magnetischen Momente der Probe werden in einem äusseren statischen Magnetfeld ausgerichtet, dem ein geringer Feldgradient überlagert ist. |
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Lichtstreuanlage für kolloide Systeme Die Lichtstreuapparatur ist speziell für die Untersuchung hochgeladener kolloidaler Suspensionen zugeschnitten und ermöglicht neben der einfachen statischen Lichtstreuung über einen Winkelbereich von 15°-175° auch die zeitaufgelöste Erfassung kleinerer Winkelbereiche von etwa 10°. Zusätzlich ist eine Vorrichtung zur Bestimmung elastischer Eigenschaften kolloidaler Kristalle mittels torsionaler Resonanzanregung implementiert. Die Apparatur wird derzeit noch weiter ausgebaut. |
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