Prof. Arnulf Quadt, Vorstandsmitglied der Deutschen Physikalischen Gesellschaft und Mit-Autor des Unterrichtsheftes „Mit Astronauten ins Weltall“, beim DLR-Workshop für Lehrkräfte in Berlin.
 

Lehrer-Workshops zur Horizons-Mission von Alexander Gerst

Prof. Arnulf Quadt, Vorstandsmitglied der Deutschen Physikalischen Gesellschaft und Mit-Autor des Unterrichtsheftes „Mit Astronauten ins Weltall“, beim DLR-Workshop für Lehrkräfte in Berlin.
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Hochkarätige Vorträge, spannende Mitmach-Experimente für den Unterricht – und ein begeistertes Echo seitens der Teilnehmerinnen und Teilnehmer: Mit gleich drei Workshops für Lehrkräfte zur bevorstehenden ISS-Mission „Horizons“ von Alexander Gerst eröffnete das DLR_School_Lab Berlin eine ganze Serie von Informationsveranstaltungen, wie sie im Laufe des Jahres auch in anderen DLR-Schülerlaboren auf dem Programm stehen. Die Workshops sollen Lehrkräften Anregungen für einen abwechslungsreichen und inspirierenden Unterricht geben, der die „Faszination Raumfahrt“ nutzt, um Schülerinnen und Schüler für Forschung und Technik zu begeistern.

Workshop für Lehrkräfte im DLR_School_Lab Berlin: Leuchtende Milch, Experimente mit dem Smartphone und ein virtueller Spacewalk waren nur einige der vielen Highlights.
Workshop für Lehrkräfte im DLR_School_Lab Berlin: Leuchtende Milch, Experimente mit dem Smartphone und ein virtueller Spacewalk waren nur einige der vielen Highlights.

Normalerweise sind im DLR_School_Lab Berlin Kinder und Jugendliche zu Gast – insgesamt rund 4000 pro Jahr. Doch an diesen drei letzten Februar-Tagen kamen rund 50 Lehrerinnen und Lehrer in das Schülerlabor in Adlershof. Im Mittelpunkt der Workshops standen Hands-on-Versuche – allesamt mit thematischem Bezug zur Horizons-Mission. Sie stammen aus jenem Unterrichtsmaterial für die 3. bis 6. Jahrgangsstufe, das das DLR eigens für den Flug von Gerst entwickelt hat. In diesem über 100 Seiten umfassenden Heft namens „Mit Astronauten ins Weltall“ – einer Kooperation des DLR mit dem Klett MINT Verlag, der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) und Jugend forscht – wimmelt es geradezu von Vorschlägen für spannende Experimente, die Lehrkräfte mit einfachen Mitteln im Unterricht umsetzen können. Und um die Lehrerinnen und Lehrer damit vertraut zu machen und ihnen einige Tipps für die Umsetzung in der Schule zu geben, hatte das Berliner DLR_School_Lab gleich einen ganzen Parcours dieser Mitmach-Versuche aufgebaut: Da veranschaulichte das Modell einer Wirbelsäule mit Schwämmen als Bandscheiben, warum Astronauten in Schwerelosigkeit bis zu 3 Zentimeter „wachsen“; da konnte man beim Marmeladen-Test schnell nachvollziehen, warum der Geschmackssinn im All nachlässt; und schließlich mussten die Lehrkräfte auch noch die knifflige Aufgabe meistern, ein rohes Ei sicher am „Mülltüten-Fallschirm“ auf dem Fußboden landen zu lassen. Am Ende konnten die schwindelfreien Gäste sogar noch einen virtuellen Rundflug durch die Internationale Raumstation mittels VR-Brille absolvieren – inklusive Spacewalk.

Magdalena Pree bei ihrem Vortrag zum Astronautentraining und zum Leben und Forschen in Schwerelosigkeit. Die Mitarbeiterin im Galileo-Kontrollzentrum ist eine der Finalistinnen der Initiative „Die Astronautin“.
Magdalena Pree bei ihrem Vortrag zum Astronautentraining und zum Leben und Forschen in Schwerelosigkeit. Die Mitarbeiterin im Galileo-Kontrollzentrum ist eine der Finalistinnen der Initiative „Die Astronautin“.

Den Hands-on-Workshops ging an jedem der drei Tage ein anderer informativer Fachvortrag voraus. Zunächst referierte Freya Scheffler-Kayser vom DLR-Raumfahrtmanagement zur Horizons-Mission – verbunden mit einem Überblick zur Internationalen Raumstation ISS insgesamt. Dann verblüffte Prof. Arnulf Quadt von der Universität Göttingen und zugleich Vorstandsmitglied der DPG die Anwesenden mit „Zaubertricks“ aus der Welt der Physik. Und schließlich informierte Magdalena Pree, Mitarbeiterin im Galileo-Kontrollzentrum und Finalistin der Initiative „Die Astronautin“, über das Training und die Durchführung von Flügen ins All.