Utopisches am Rande …

Szenario eines Weltraum-Fahrstuhls. Dies ist natürlich kein Foto, sondern die künstlerische Darstellung dieses utopischen Vorhabens. Ganz links im Bild sieht man die „Kabine“ mit den Passagieren. Bild: NASA
Szenario eines Weltraum-Fahrstuhls. Dies ist natürlich kein Foto, sondern die künstlerische Darstellung dieses utopischen Vorhabens. Ganz links im Bild sieht man die „Kabine“ mit den Passagieren. Bild: NASA

Neben den heutigen Wegen ins All gibt es einige utopische Überlegungen, wie man in ferner Zukunft in den Weltraum kommen könnte. Dazu zählt auch ein Fahrstuhl. Doch, ihr habt richtig gelesen: Einige Ingenieure haben sich dieses Konzept ernsthaft überlegt – auch wenn es natürlich heute noch reine „Zukunftsmusik“ ist und sehr exotisch klingt.

Danach würde eine Gondel an einem dünnen Seil, das von der Erde weit hoch bis zu einem Satelliten reicht, nach oben gleiten. Leider müsste das Seil sehr lang sein – so etwa 36.000 Kilometer. Denn nur in dieser Höhe kann man einen Satelliten genau so über der Erde „parken“, dass er immer über dem selben Punkt der Erdoberfläche steht – weil er nämlich in dieser Entfernung genau 24 Stunden für eine Umrundung unseres Planeten braucht. Er dreht sich also mit der Erde mit und scheint dadurch vom Boden aus gesehen am Himmel zu „stehen“.

Das Seil stellt bei der ganzen Sache aber das eigentliche Problem dar: Denn wenn es so lang wäre, würde es bei Einsatz heutiger Technologien viele Tonnen wiegen und unter seinem eigenen Gewicht zusammenbrechen – oder zerreißen. Daher suchen die Ingenieure jetzt nach besonders reißfesten und zugleich super-leichten Materialien, die sich dazu eignen könnten.

Das Ganze ist wie gesagt eher etwas „Utopisches am Rande“ – aber die ersten Menschen, die über Luft- und Raumfahrt nachgedacht haben, wurden ja auch zunächst belächelt und nicht ernst genommen. Deshalb sind solche Dinge, die heute noch wie ein „Märchen von übermorgen“ klingen, nicht gleich völlig absurd.