Warum ist es in einigen Windkanälen so kalt?


In vielen Windkanälen ist es ziemlich kalt! Denn Windkanäle, in denen kleinere Modelle von Flugzeugen erprobt werden, müssen bei Tests auf minus 160 Grad Celsius abgekühlt werden. Man spricht auch von sogenannten „Kryo-Kanälen“. Sie werden mit Stickstoff betrieben, um diese niedrigen Temperaturen zu erreichen. Warum aber ist das so?

Blick in den Kryo-Kanal des DLR in Köln. Bild: DLR
Blick in den Kryo-Kanal des DLR in Köln. Bild: DLR

Die Antwort hat damit zu tun, dass man die Flugzeuge hier nicht in ihrer Originalgröße testet, sondern eben in einer kleineren Vor-Version, eben im verkleinerten Modell.

Die normale Luft würde sich aber gegenüber diesen Miniatur-Modellen anders verhalten als später gegenüber dem „echten“ Flugzeug. Vereinfacht gesagt: Wenn man ein kleines Flugzeug-Modell testet, muss man auch die Luft mit ihren Molekülen entsprechend „verkleinern“ bzw. diesem Maßstab anpassen. Die Kälte sorgt also dafür, dass alles wieder maßstabsgetreu wird und die Tests trotz aller Verkleinerung verlässliche Daten liefern.