Warum sind Kometen so interessant?


Kometen sind für Wissenschaftler so interessant, weil sie die Materie, aus der auch die Erde entstanden ist, in beinahe unverändertem Zustand aufbewahrt haben. Sie bestehen wie „schmutzige Schneebälle“ aus Eis, das mit Mineralien vermischt ist. Wie unser Planet Erde sind sie vor rund 4 bis 5 Milliarden Jahren aus einer kosmischen Staubwolke entstanden. Doch während sich die Erde seit damals durch Wind und Wetter, Vulkane und geologische Prozesse ziemlich verändert hat, enthalten Kometen die Ur-Materie in tiefgekühltem Zustand – genau so, wie sie ursprünglich einmal beschaffen war. Wenn man also einen Kometen untersucht, blickt man in die Vergangenheit der Erde.

Der Komet Hale-Bopp im Jahre 1997. Damals stand er hell am Himmel und war mehrere Nächte lang mit bloßem Auge sehr gut zu sehen – viel heller als jeder Stern. Bild: NASA, JPL, Caltech
Der Komet Hale-Bopp im Jahre 1997. Damals stand er hell am Himmel und war mehrere Nächte lang mit bloßem Auge sehr gut zu sehen – viel heller als jeder Stern. Bild: NASA, JPL, Caltech

Die europäische Mission Rosetta hat genau das zum Ziel: Sie wird 2014 nach jahrelangem Flug durchs Sonnensystem an einem Kometen ankommen und dann sogar ein Landegerät auf der Oberfläche absetzen. Das soll Bodenproben entnehmen und untersuchen und dann die Daten zur Erde funken. Ihr könnt euch ja das Jahr 2015 schon mal im Kalender notieren: Dann sollten erste Ergebnisse vorliegen. Schaut also spätestens dann noch einmal auf der Internet-Seite des DLR vorbei …

Nein, das war natürlich nur ein Scherz: Diese Seiten aktualisiert das DLR nahezu täglich, so dass ihr hier auch schon morgen wieder vorbeischauen könnt, oder nachher, oder gleich, oder sofort … Sofort? Ja! Zum Beispiel per Klick auf diese Seiten, wo ihr selbst quer durchs Sonnensystem fliegen könnt.

Künstlerische Darstellung der Sonde Rosetta, wie sie den Kometen umkreist. Bild: ESA, AOES Medialab
Künstlerische Darstellung der Sonde Rosetta, wie sie den Kometen umkreist. Bild: ESA, AOES Medialab