Wie man 6.000 Tonnen Kohle pro Tag einsparen könnte …


Wusstest du, dass wir in Deutschland täglich 90 Güterwaggons an Kohle einsparen könnten, wenn der Wirkungsgrad unserer Kohlekraftwerke nur um ein einziges Prozent verbessert würde?

Ein Kraftwerk. Bild: K.-A.
Ein Kraftwerk. Bild: K.-A.

Der durchschnittliche Wirkungsgrad deutscher Kohlekraftwerke beträgt etwa 38 Prozent. Das heißt: 38 Prozent der in der Kohle enthaltenen Energie wird wirklich auch in Strom umgewandelt. Die restliche Energie aus der Kohle fällt als Wärme an und geht zum größten Teil verloren.

Würden die Kraftwerke in Deutschland so modernisiert, so dass ihr Wirkungsgrad im Mittel 39 Prozent betragen würde, dann wäre weniger Kohle nötig, um die gleiche Menge an Strom zu erzeugen. Dann müsste man pro Tag 6.000 Tonnen Kohle weniger verfeuern, um unseren „Energie-Hunger“ zu decken: Das sind fast 90 Güterwaggons à 75 Tonnen, die eingespart werden könnten. Oder anders ausgedrückt: ein Güterzug von über einem Kilometer Länge. Und das wie gesagt täglich!

Forschungsinstitute und die Industrie arbeiten seit Jahrzehnten an der Verbesserung von Kraftwerken, um immer höhere Wirkungsgrade zu erzielen und so die Umwelt und unsere Ressourcen zu schonen. Das DLR ist hier sehr erfolgreich und arbeitet zum Beispiel mit der Firma Siemens zusammen. Kohlekraftwerke neuester Technik erreichen bereits Wirkungsgrade von bis zu 46 Prozent, aber natürlich sind auch ältere Kraftwerke noch in Betrieb. Weltweit beträgt der durchschnittliche Wirkungsgrad von Kohlekraftwerken gerade mal 31 Prozent.