Superschnelle „Super-Erde“

Künstlerische Darstellung des Planeten CoRoT-7b und seiner Sonne. Bild: ESO (L. Calcada)
Künstlerische Darstellung des Planeten CoRoT-7b und seiner Sonne. Bild: ESO (L. Calcada)

Seit einigen Jahren ist bekannt, dass auch andere Sterne – die ja nichts anderes als Sonnen sind – von Planeten umkreist werden. Unser Sonnensystem ist also nicht das einzige im All. Doch die Planeten, die man bisher entdeckt hat, sind meistens sehr groß – viel größer als die Erde und oft sogar größer als der „Riese“ Jupiter. Und sie bestehen meistens wie Jupiter aus Gas, haben also keine feste Oberfläche. Leben dürfte es daher dort wohl kaum geben.

Kürzlich aber sind die Forscher mit Hilfe des Satelliten CoRoT auf einen Planeten gestoßen, der einige Ähnlichkeit mit der Erde hat. Zumindest kommt er unserem eigenen Heimatplaneten von der Größe und Masse her schon recht nahe: CoRoT-7b hat den doppelten Durchmesser der Erde und ist rund fünf Mal so schwer wie unser Planet. Das zeigt auch, dass diese sogenannte „Super-Erde“ aus Gestein bestehen muss, also eine feste Oberfläche hat. Bei genauerer Untersuchung haben die Wissenschaftler – darunter auch Experten aus dem DLR – jetzt festgestellt: Der Planet benötigt für einen Umlauf um seine Sonne nur 21 Stunden. Ein Jahr auf CoRoT-7b ist also kürzer als ein Tag auf der Erde.

Übrigens: Die Suche nach anderen Planeten jenseits des Sonnensystems schreitet augenblicklich rasant voran: Wenige Wochen, nachdem CoRoT-7b entdeckt worden war, fanden andere Wissenschaftler gleich über 30 Exoplaneten „auf einen Streich“! Und Ende 2009 wurde sogar ein Planet gefunden, auf dem es anscheinend sehr viel Wasser gibt. Inzwischen wagen daher immer mehr Experten die Prognose: Es dürfte im Universum nur so von anderen Planeten wimmeln. Und es ist wahrscheinlich, dass es darunter auch viele Welten gibt, die sich – wie unsere Erde – gerade im richtigen Abstand von ihrer Sonne befinden, in der sogenannten „lebensfreundlichen Zone“.